Aktualisiert

Olmert legt Abzug aus Westjordanland auf Eis

Nach dem Krieg im Libanon will die israelische Regierung ihren Plan eines Abzugs aus dem Westjordanland vorerst auf Eis legen.

Ein Berater von Ministerpräsident Ehud Olmert bestätigte am Freitag einen entsprechenden Bericht der Tageszeitung «Haaretz». Der Plan sei nach den Kämpfen mit der Hisbollah nicht mehr auf der Tagesordnung, aber noch nicht völlig aufgegeben worden, sagte Asaf Schariv.

Israelische Soldaten erschossen am Freitag im Westjordanland zwei bewaffnete Palästinenser. Die beiden Mitglieder der Untergrundorganisation Islamischer Dschihad seien in einem Dorf bei Bethlehem gestellt worden und hätten versucht zu fliehen, teilten die Streitkräfte mit. In der Nähe der ebenfalls im Westjordanland gelegenen Stadt Dschenin kamen drei Mitglieder der Hamas-Bewegung bei der Explosion von Sprengstoff ums Leben. Einer von ihnen hatte nach Angaben der palästinensischen Polizei einen Sprengstoffgürtel angelegt.

Israelische Soldaten beschossen am Freitag eine Gruppe militanter Palästinenser im Gazastreifen an der Grenze zu Israel. Eine Person wurde dabei getötet und eine zweit verletzt, wie palästinensische Ärzte mitteilten. Bei den Männern handelte es sich nach Angaben aus palästinensischen Sicherheitskreisen um Mitglieder des Islamischen Dschihads. Bei einem israelischen Luftangriff auf eine Metallwerkstatt in der Stadt Gaza wurden am Freitag ein militanter Palästinenser und ein Passant verletzt. Die israelischen Streitkräfte erklärten, in dem getroffenen Gebäude seien Waffen und Raketen hergestellt worden. (dapd)

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