Aktualisiert

Heftige Gewitter Olten in Deckung - Blitze im Sekundentakt

Eine Kaltfront mit heftigen Gewittern zog heute Mittwoch über die Schweiz. In Meilen ZH fiel ein Boot einem Blitz zum Opfer.

von
amc

Es war ein ungemütlicher Tag. Eine Kaltfront überquerte die Schweiz und sorgte für heftige Regengüsse. Die Gewitter haben sich innert Minuten zusammengebraut, wie Leser-Reporter Michael Peier berichtet: Erst war es schön, dann folgte «starker Regen begleitet von Blitz und Donner im 20-Sekunden-Takt». Eine Kostprobe des ungemütlichen Donnerwetters hat Peier fotografisch festgehalten (siehe Bildstrecke).

Über dem Zürichsee war kurz nach acht Uhr das Gewitter bereits zu sehen und spüren. Wie Leser-Reporter berichten, ging in Feldmeilen ein Boot in Flammen auf, nachdem ein Blitz eingeschlagen hatte. Die Polizei bestätigte den Brand, wollte sich zur Ursache aber noch nicht äussern. Für Leser-Reporter Sandro gibt es aber kaum Zweifel: «Es hat erst gestürmt und geblitzt wie wahnsinnig und danach stand das Boot in Brand.»

Die kantonale Seepolizei dämmte den Brand bei einem ersten Löschangriff ein und schleppte das Boot ans Ufer, wo es von der lokalen Feuerwehr gelöscht wurde. Nach Angaben der Polizei kam es nicht zu einer Gewässerverschmutzung. Der Sachschaden beträgt rund 100 000 Franken. Verletzt wurde nach Angaben der Polizei niemand. Vermutlich hat ein Blitzschlag den Brand ausgelöst, wie die Zürcher Kantonspolizei mitteilt.

Lokal bis zu 50 Liter Regen pro Quadratmeter

Die Gewitterzellen brachten allerdings nicht nur Regen, Hagel, Böen und Blitze, sondern auch faszinierende Wolkengebilde, wie die Bilder der Leser-Reporter zeigen. Die tornadoartigen Wolken nennt der Fachmann Virga – Fallstreifen. Die herabhängenden Schleppen sind Niederschlag, der den Erdboden noch nicht erreicht hat. Wer Virgas kommen sieht, kann sich auf einen ungemütlichen Sommersturm gefasst machen.

In Schwyz, dem Glarnerland und dem Rheintal gab es heute jede Menge Regen. Lokal sollen Mengen von bis zu 50 Litern pro Quadrameter gefallen sein. Das hatte Sarina Scheidegger von MeteoNews so vorausgesagt. Die heftigen Regengüsse und Gewitter brachten der Schweiz nach den zwei Hitzetagen und Tropennächten von Montag und Dienstag eine willkommene Abkühlung.

Eine Nacht wie im Regenwald

In der Nacht auf Mittwoch ächzten Herr und Frau Schweizer von Genf über die Dreiseenregion nach Basel unter der zweiten tropischen Nacht dieses Jahres. Im Tessin war die Luft beinahe so schwül wie in einem tropischen Regenwald.

In Lugano wurde es in der Nacht nicht kühler als 23 Grad, wie SF Meteo am Mittwochmorgen mitteilte. Schlafraubend war jedoch vor allem die bemerkenswert hohe Luftfeuchtigkeit: Die Taupunkte lagen am Morgen verbreitet bei 20 bis 21 Grad.

Heftiger Regen, Überschwemmungen oder faszinierende Wolkengebilde? Schicken Sie uns Ihre Gewitterbilder: feedback@20minuten.ch

Der aktuelle Wetterbericht von MeteoNews:

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