Schlussspurt in Rio: Olympia-Finale mit drei Schweizer Goldchancen
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Schlussspurt in RioOlympia-Finale mit drei Schweizer Goldchancen

Die Schweiz hofft an den letzten beiden Tagen der Sommerspiele auf drei olympische Medaillen. Noch einmal gilt das Motto: Mitfiebern und Daumen drücken.

von
fal
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Die Titelverteidigung vor Augen: Triathletin Nicola Spirig will in Rio ihren Triumph von London wiederholen. (11. Juli 2016)

Die Titelverteidigung vor Augen: Triathletin Nicola Spirig will in Rio ihren Triumph von London wiederholen. (11. Juli 2016)

Keystone/Georgios Kefalas
Ihr Schützling sei in einer ausgezeichneten Verfassung, erklärt Coach Brett Sutton. (23. Juli 2016)

Ihr Schützling sei in einer ausgezeichneten Verfassung, erklärt Coach Brett Sutton. (23. Juli 2016)

Keystone/Patrick B. Kraemer
Spirig siegte jüngst in Zürich und bewies, dass sie für Olympia gerüstet ist. (23. Juli 2016)

Spirig siegte jüngst in Zürich und bewies, dass sie für Olympia gerüstet ist. (23. Juli 2016)

Keystone/Patrick B. Kraemer

Zu den bislang fünf Olympia-Medaillen könnte am Wochenende in Rio de Janeiro für Swiss Olympic im Optimalfall in mehreren Wettkämpfen Edelmetall dazukommen. Im Frauen-Triathlon sowie in den beiden Mountainbike-Rennen dürfen die Schweizer Sport-Fans auf Edelmetall hoffen – wenn es ganz gut läuft sogar auf dreimal Gold. 20 Minuten berichtet von allen Wettbewerben live.

Den Anfang des (möglichen) Super Saturday aus Schweizer Sicht machen die Triathletinnen Jolanda Annen und Nicola Spirig, die um 16 Uhr MESZ bei der Festung in Copacabana zum olympischen Rennen mit 1,5 km Schwimmen, 40 km Radfahren und 10 km Laufen starten. Spirig, die Olympiasiegerin von 2012, gehört zumindest zum erweiterten Favoritenkreis. Der Zürcherin wird von ihrem erfolgreichen, beinharten Coach Brett Sutton eine ausgezeichnete Form attestiert. Der Australier glaubt gar, dass sein Schützling am Zuckerhut in drei olympischen Disziplinen – neben dem Triathlon auch noch im Rad-Strassenrennen und im Marathon – hätte starten können, wenn es der Zeitplan erlaubt hätte.

Hält der Rücken von Neff?

Um 17.30 Uhr geht es rund 40 km weiter nordöstlich mit den nächsten Schweizer Medaillenhoffnungen weiter. Im Cross-Country-Rennen der Frauen in Deodoro ist Jolanda Neff im positiven wie im negativen Sinn alles zuzutrauen, die zweite Urner Olympia-Teilnehmerin Linda Indergand kann an einem guten Tag ebenfalls aufs Podest fahren.

Bei Neff allerdings gibt es ein Fragezeichen zu setzen: Hält ihr lädierter Rücken? Seit einem schmerzhaften Sturz bei einem Weltcuprennen in Frankreich spürt sie die Blessur. Die Ostschweizerin zeigt sich allerdings optimistisch und erklärte in den letzten Tagen, dass sie fit und bereit sei für den beschwerlichen Parcours. Im Strassenrennen bot sie eine ausgezeichnete Leistung und klassierte sich als Achte.

Nur Gold ist gut genug

Den Abschluss aus Schweizer Sicht machen am Sonntag um 17.30 Uhr die Biker um Nino Schurter. Der Bündner hält sich nach Silber 2012 und Bronze 2008 mit seinen Ambitionen für das Rennen nicht zurück. Seit London vor vier Jahren hat Schurter drei von vier WM-Titeln geholt. Er sei 2012 zu wenig gelassen gewesen. Man müsse bei einem bedeutenden Rennen auch mal cool bleiben können, erklärt er in Rio. Dennoch betont er immer wieder, dass für ihn nur der Olympiasieg in Frage käme. Auch Schurters Teamkollegen Lars Forster und Mathias Flückiger sind nicht völlig chancenlos.

Spirig, Neff und Schurter – es sind die letzten drei Schweizer Trümpfe in Rio. Was bei allen Hoffnungen auf einen Podestplatz nicht vegessen werden darf: Die Konkurrenz schläft nicht und ist ebenfalls stark.

(fal/sda)

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