Olympia-Medaillen zwischen Piazza und Willisauer-Ringli
Aktualisiert

Olympia-Medaillen zwischen Piazza und Willisauer-Ringli

Der Medaillensatz der Olympischen Winterspiele in Turin überrascht mit einem ungewöhnlichen Design.

Die Medaillen sind rund, haben ein Loch in der Mitte und erinnern primär an eine CD. «Wenn man die Medaillen mit den Händen erforscht, entdeckt man, dass sie komplex sind, weil sie eine universelle Botschaft transportieren», schwärmt der Grafiker Dario Quatrini, der die Objekte der Begierde für die Olympioniken entworfen hat.

«Sie sind wunderschön. Sie repräsentieren das, was wir von Italien erwarten – Kreativität», lobt Jean-Claude Killy, Boss der Koordinierungskommission des IOC. Sie stünden für die olympischen Werte Freundschaft, Ehre und Respekt für die Leistung der Konkurrenten. Erstmals haben olympische Medaillen ein Loch. Es soll die Piazza, das soziale Zentrum eines italienischen Ortes, symbolisieren.

Die Kritiker beileibe beurteilen das anders. Für sie sehen diese Medaillen weniger pathetisch aus. Und sie sprechen von Compact Disc, Donut oder futuristische Pokerchips. Und Schweizerinnen und Schweizer, die sich gerne zu einem Kaffeekränzchen einfinden, kommen beim Anblick der Turiner Medaillen sogleich Willisauer-Ringli in den Sinn.

(SI/fal)

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