Olympiasiegerin Meuli: «Mir fehlen die Worte!»
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Olympiasiegerin Meuli: «Mir fehlen die Worte!»

Daniela Meuli holt die fünfte Goldmedaille für die Schweiz in Turin! Gegen die Deutsche Amelie Kober sicherte sich die Saison-Dominatorin des Parallel-Riesenslaloms verdient den Olympiasieg!

Die Schweizer Top-Favoritin Meuli führte nach dem ersten Lauf im Final gegen die Aussenseiterin mit 0,21 Sekunden Vorsprung. Im zweiten Lauf stürzte Kober und Meuli schnappte sich die Goldmedaille! «Mir fehlen die Worte, das ist gewaltig», sagte die überglückliche Meuli nach dem Sieg. «In der Quali war ich noch nervös, in den Finals dann total locker», erklärte die Olympiasiegerin, «ich wollte einfach eine Show bieten und Spass haben!» Beides gelang der 24-Jährigen hervorragend.

Etwas überraschend stand Amelie Kober, die mit 18 Jahren Jüngste im Feld, im Final. Um Haaresbreite wäre die Deutsche nach einem Sturz im Achtelfinale bereits früh ausgeschieden. Doch sie setzte sich mit 0,03 Sekunden noch durch. Auch im Viertelfinale betrug ihr Vorsprung nur sieben Hundertsel. Bronze holte sich Rosey Fletcher (USA). Ursula Bruhin erreichte mit dem siebten Platz ein Olympisches Diplom.

Nach dem sechsten Rang in der Qualifikation bekam es Daniela Meuli mit der Österreicherin Doresia Krings zu tun. Die Schweizerin setzte sich souverän durch. Bereits in den Viertelfinals dann aber ein anderer Brocken für die Weltcup-Dominatorin: Julie Pomagalski, die Weltcup-Zweite im Riesenslalom und Gesamtweltcup-Leaderin forderte die Davoserin heraus. Dank einem Sturz der Französin schien Meuli mit einem Bein im Halbfinale. Sie hatte jedoch noch grosse Probleme um weiterzukommen. Pomagalski holte den Rückstand auf, machte dann kurz vor dem Ziel den entscheidenden Fehler und Meuli setzte sich durch. Auch im Halbfinale wurde es sehr spannend: Nach 0,24 Sekunden Rückstand im 1. Lauf gegen Bruhin-Bezwingerin Roesy Fletcher (USA) profitierte Meuli von einem Rutscher der Amerikanerin und setzte sich durch: Eine Medaille hatte die Weltcup-Gesamtsiegerin 2005 auf sicher! Meuli krönte ihre Saison verdient mit der Goldmedaille.

Ursula Bruhin traf auf die jüngere der beiden Krings-Schwestern. Heidi war jedoch für die routinierte Schwyzerin kein Hindernis. Im Viertelfinale wartete mit der Amerikanerin Rosey Fletcher die Weltcup-Achte auf die 35-Jährige. Nach einem Rückstand von 0,12 Sekunden im 1. Lauf, konnte die älteste Fahrerin im Feld nichts mehr ausrichten und schied aus. Bruhin holte sich in der Consolation-Round mit einer Niederlage und einem abschliessenden Sieg den 7. Platz. «Ich genoss die Wettkämpfe, das war überwältigend!» sagte Bruhin, gab jedoch zu, dass sie vor dem Wettkampf im Hinterkopf Gold hatte.(fox)

Bardonecchia. Parallel-Riesenslalom. Frauen:

1. Daniela Meuli (Sz).

2. Amelie Kober (De).

3. Rosey Fletcher (USA).

4. Doris Günther (Ö).

5. Jekaterina Tudigeschewa (Russ).

6. Julie Pomagalski (Fr).

7. Ursula Bruhin (Sz).

8. Swetlana Boldikowa (Russ).

9. Tomoka Takeuchi (Jap).

10. Heidi Krings (Ö).

11. Doresia Krings (Ö).

12. Nicolien Sauerbreij (Ho).

13. Isabella Dal Balcon (It).

14. Isabelle Blanc (Fr).

15. Marion Posch (It).

16. Aprilia Hagglof (Sd).

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