Olympische Spiele ohne 100-m-Weltmeisterin?
Aktualisiert

Olympische Spiele ohne 100-m-Weltmeisterin?

Torri Edwards (27) soll gemäss einem Bericht der Chicago Tribune für zwei Jahre gesperrt werden und die Olympischen Spiele in Athen verpassen.

Die 100-m-Weltmeisterin war am 24. April positiv auf das Stimulanzium Nikethamid getestet worden. Der internationale Verband IAAF habe im "Fall Edwards" im Gegensatz zu einem US-Schiedsgericht keine aussergewöhnlichen Umstände erkannt und der US-Anti-Doping-Agentur USADA eine zweijährige Sperre empfohlen. Das Schiedsgericht war zum Schluss gekommen, dass das Mittel versehentlich über eine Glukose-Tablette in Edwards' Körper gelangt sei. Die IAAF lässt dies scheinbar nicht gelten. Der Weltverband will die Angelegenheit allerdings erst kommentieren, wenn er die Stellungnahme der USADA erhalten hat. Wenn eine Partei mit dem Urteil der USADA nicht einverstanden ist, kann der Fall an den internationaeln Sportgerichtshof in Lausanne weitergezogen werden.

Torri Edwards hatte den WM-Titel über 100 m von der ebenfalls des Dopingmissbrauchs überführten Landsfrau Kelli White geerbt. Für Olympia hatte sich Edwards an den US-Trials über 100 m, 200 m und 4x100 m qualifiziert. Sollte sie in Athen tatsächlich nicht starten können und die erste Ersatzfrau Gail Devers auf die 100 m flach verzichten, könnte Marion Jones doch noch zur Titelverteidigung antreten. Allerdings steht auch hinter Jones' Olympia-Teilnahme ein Fragezeichen.

(si)

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