3 mit Sex: «OMG! Mein Göttibub (5) hat meine Sextoys entdeckt»
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3 mit Sex«OMG! Mein Göttibub (5) hat meine Sextoys entdeckt»

Ella nutzt die Langeweile zum Jahreswechsel, um mal so richtig auszumisten. Doof nur, dass ihr Göttibub beim Spontanbesuch plötzlich in der Entsorgungskiste wühlt.

von
Ella
Zora Schaad
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Ella bekommt spontan Besuch von ihrem neugierigen Göttibueb – der natürlich prompt in den falschen Schubladen wühlt.

Ella bekommt spontan Besuch von ihrem neugierigen Göttibueb – der natürlich prompt in den falschen Schubladen wühlt.

Illu: Anna Deér
Lia verdrehte Bruce vor einigen Jahren ziemlich den Kopf. Obwohl die beiden nie miteinander im Bett landeten, ist Bruce sich sicher: «Der Sex mit Lia wäre der beste meines Lebens geworden.»

Lia verdrehte Bruce vor einigen Jahren ziemlich den Kopf. Obwohl die beiden nie miteinander im Bett landeten, ist Bruce sich sicher: «Der Sex mit Lia wäre der beste meines Lebens geworden.»

Illu: Anna Deér
Sie ist Single mit wechselnden Liebschaften. Verliebt sich wahllos. Sucht Mr. Right und vertreibt sich die Zeit mit amourösen Fettnäpfchen und seltsamen Begegnungen zwischen feuchten Laken.
Ella

Sie ist Single mit wechselnden Liebschaften. Verliebt sich wahllos. Sucht Mr. Right und vertreibt sich die Zeit mit amourösen Fettnäpfchen und seltsamen Begegnungen zwischen feuchten Laken.

Illu: Anna Déer

Darum gehts

  • Ella hat zum Jahreswechsel ausgemistet – unter anderem auch Sexspielzeug.

  • Am 1. Januar kommt aber sehr spontan Göttibueb Liam (5) zu Besuch.

  • Liam ist im Frage-Alter – und findet beim wühlen nicht nur ein vibrierendes Entchen, sondern auch noch anderes Spielzeug.

Keine Bars, keine Partys und vor allem immer noch kein Boyfi: Mein Leben Ende 2020 ist depro. Muss ich euch ja nicht erzählen. Wenigstens geht es Juno genauso. Wir fläzen also mit Glitzerleggins und Cüpli am 31.12 zur Mittagszeit auf meinem Bett und lesen uns gegenseitig Horoskope vor: «2021 neigen Sie zu rechthaberischen und beleidigten Reaktionen. Wundern Sie sich nicht, wenn vor allem Widder und Jungfrauen in der ersten Jahreshälfte einen Bogen um Sie machen», steht bei mir. Wie erbauend!

Wir überlegen uns, Haschguetztli zu backen – aber verkauft überhaupt noch jemand Hasch? Kifft überhaupt noch eine*r ausser diesen armen Douchebags, die ihr Wochenende auf einem Bänkli im Shoppingcenter verbringen? Und vor allem, wollen wir uns das antun? Wir wollen nicht und entscheiden uns stattdessen, unsere Kleiderkästen, Schreibtischschubladen und Nachttischchen auszumisten.

«Die Toys haben sich über Jahre zu mir verirrt, wie zugelaufene Strassenköter»

Wir hören Miley Cyrus und Ricky Martin, Abba und noch viel verboteneren Scheiss, während wir Fummel um Fummel in einem irren Tempo aussortieren: Yay, nay, maybe. Dann dasselbe mit dem Pult, dann das Nachttischchen. Wenns nicht Juno wäre, wäre mir sein Inhalt unendlich peino. Die meisten der Vibratoren und Klitorissauger, Penisringe und Dildos, die zum Vorschein kommen, habe ich mir nicht selbst gekauft, sondern sie haben sich über die Jahre zu mir verirrt, wie zugelaufene Strassenköter. Wobei ja jedes TV-Kid weiss, dass man Strassenköter spätestens nach der ersten Dusche mit Läuseshampoo lieb gewinnt – was so auf meine Toy-Sammlung nicht zutrifft. Ein Grossteil landet in der Entsorgungskiste.

Einige Spielzeuge habe ich von Exen erhalten, die mir die Toys bei der Trennung überlassen haben. Andere Exen haben ihre Geschenke lieber behalten. Die Vorstellung, dass nach mir andere Frauen dieselben Plastikstäbe in ihre Vaginen gleiten lassen, finde ich, ähm speziell. Aber klar, kommt natürlich günstiger, als für jeden Crush was Neues zu kaufen. Viele Toys habe ich aus diesen Adventskalendern, die die Erotikshops im Dezember jeweils anbieten. Der Überraschungseffekt hinter den Türchen ist einigermassen Hui, die Qualität dagegen Pfui. Ich hätte das meiste schon lange entsorgen sollen. Dann wäre auch das mit Liam nicht passiert.

Liam ist mein Göttibub. Er ist fünf Jahre alt und voll im Frägli-Alter. Und im «Ich weiss»-Alter. Liam ist der Sohn von Maria, die nach einem One-Night-Stand schwanger geworden ist, das voll lange nicht gecheckt hat und dann beim ersten Ultraschall-Termin, als das Herzchen des Liam-Würmchens wie eine nervöse Leucht-Diode wummerte, ihren Vorsatz mit der Abtreibung sofort ins Klo spülte. Also dorthin, wo später ständig ihr Mageninhalt landete. Und weil ich die Freundin war, die ihr bei der ganzen Kotzerei am geduldigsten die Haare hielt, wurde ich Gotte. Ich habe das zerdrückte Würmchen von der ersten Sekunde an geliebt.

Und deshalb habe ich auch Ja gesagt, als Maria mich am 1. Januar morgen um 8:30 anrief und einen Redeschwall in meine Gehirnwindungen hämmerte: «Er ist echt cute und interesting und auch alleinerziehend und hat mich spontan zu sich zum Brunch eingeladen und hey, ich muss da hin, also kann Liam bitte zu dir? Ich bring ihn in 20 Minuten, okeeee, bist die Beste, Ellabella, bis gleeeiiheeeich!»

«Ich habe die Multitask-Fähigkeit von Fünfjährigen unterschätzt»

Ich tastete mich aus dem Bett. Ich rechnete nach, wie lange ich geschlafen hatte. Und wie viel ich getrunken hatte. Es war am falschen Ort zu viel. Ich kochte Kaffee und kroch zurück unter die Decke. Liam musste sich heute von Daddy Netflix babysitten lassen, beschloss ich.

Ich habe aber Daddy Netflix überschätzt. Oder die Multitask-Fähigkeit von Fünfjährigen unterschätzt. Während ich wieder volle Kanne einschlief, zerkrümelte Liam nicht nur sein Schoggigipfeli in meine Bettwäsche, sondern grub auch in meiner Entsorgungskiste. Plötzlich stupste er mich und hielt mir meinen Gummientchen-Vibrator unter die Nase: «Gotti, was ist das?» «Ein Gummientchen, Schatz, siehst du doch», antwortete ich und betete, dass er den Schalter nicht sah. Vergeblich. «Und der Knopf da», fragte er, und drückte drauf. Das Entchen begann zu schnurren. «Ein Motor, mit dem konnte das Entchen durch die Badewanne schwimmen», antwortete ich. «Aber es ist kaputt, es dreht nur noch im Kreis.» Ich nahm ihm das Gummientchen ab und vergrub es unter meinem Kissen.

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Lilli.ch, Onlineberatung

Tschau, Onlineberatung

Feel-ok, Informationen für Jugendliche

Pro Juventute, Tel. 147

«Du, erzähl mir, was im Film passiert ist, ich bin glaub eingeschlafen.» Liam erzählte mir von bösen Robotern und kleinen Hunden mit Superhelden-Fähigkeiten, die gegen die Roboter kämpften. Ich döste wieder weg. Wieder ein Stupser. «Und das, Gotti?» Er zeigte auf meinen Klitoris-Sauger. Ich grub verzweifelt in meinem Kater-Hirn nach einer halbwegs plausiblen Erklärung. «Das ist der Kolleg vom Entchen. Wenn der Badewannen-Abfluss verstopft ist, kann man das einführen und dann saugt er Haare und Dreck ein. Fass ihn nicht an, der steckte schon überall», sagte ich und biss mir auf die Lippen. Bevor ich ihn wieder ablenken konnte, kramte er einen pinken Analplug hervor. Oh. My. God. «Ich weiss, was das ist, Gotti, das ist ein Badewannenstöpsel. Den hat Mama auch», sagte er und schmiss den Plug gelangweilt wieder in die Kiste. Puh. «Genau, mein Spatz. Badewannen sind sehr wichtig für grosse Frauen.»

Zum Glück ging es nicht mehr lange, und Maria kam zurück. Sie erzählte von ihrem Date (ein voller Erfolg! Die Glückliche!), aber ich war zu feige, um von den Entdeckungen ihres Sohnes zu berichten. Ich war eine schlechte Babysitterin. Nächstes Mal mach ich alles wieder gut und bring den Bub in ein Spielwarengeschäft – eines für Kinder.

P. S. Nimmt mich echt wunder: Nutzt ihr dieselben Toys mit anderen Partner*innen weiterhin? Führt ihr euch ein, was schon in anderen steckte? Antworten wie immer an onelove@20minuten.ch

Sex-WG

3 mit Sex

Ella, Lars und Bruce heissen in Wirklichkeit gar nicht so, und auch einige Angaben sind geändert. Wahr ist aber, dass sie leidenschaftlich gern durch die Keller und Clubs der besten Stadt dieses Landes tanzen. Die drei Singles lieben Techno, Rührei und die stabilen Betten ihrer WG. Und sie wissen: Falls sie sich je zu dritt darin vergnügen, ist das das Ende von allem – oder der Beginn von etwas noch Grösserem. 20 Minuten erzählen sie exklusiv von ihren Abenteuern.

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