Ärztin über Omikron-Variante - «Infizierte hatten keinen Geschmacks- oder Geruchsverlust»
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Ärztin berichtet«Omikron-Infizierte hatten keinen Geschmacks- oder Geruchsverlust»

Bislang sind Menschen, die sich mit der Omikron-Variante in Südafrika infiziert haben, nach Angaben des dortigen Ärzteverbands nicht schwer erkrankt. Allerdings sind die meisten Patientinnen und Patienten derzeit jung.

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Südafrika habe betreffend der Omikron-Variante vorbildlich gehandelt, lobte die USA am Samstag. Sobald die erste Variante des B.1.1.529 nachgewiesen worden war, wurde die Information weitergegeben. 

Südafrika habe betreffend der Omikron-Variante vorbildlich gehandelt, lobte die USA am Samstag. Sobald die erste Variante des B.1.1.529 nachgewiesen worden war, wurde die Information weitergegeben.

Andreas Arnold/dpa
Seither haben weltweit die meisten Nationen die Flugverbindungen zum südlichen Afrika unterbrochen. 

Seither haben weltweit die meisten Nationen die Flugverbindungen zum südlichen Afrika unterbrochen.

Kristin Palitza/dpa
Angélique Coetzee, Vorsitzende des südafrikanischen Ärzteverbands, hat Omikron-Infizierte behandelt.

Angélique Coetzee, Vorsitzende des südafrikanischen Ärzteverbands, hat Omikron-Infizierte behandelt.

Darum gehts

  • Menschen, die sich mit der neuen Corona-Variante Omikron (B.1.1.529) infiziert haben, leiden unter ungewöhnlichen aber milden Symptomen.

  • Betroffene klagen über unglaubliche Müdigkeit, aber keinen Geschmacks- oder Geruchsverlust.

  • Welche genauen Auswirkungen die Variante hat, steht aber noch nicht fest.

Die bislang mit der neuen Coronavirus-Variante Omikron infizierten Menschen in Südafrika sind nach Angaben der dortigen Mediziner-Vereinigung (SAMA) bislang nicht schwer erkrankt. Die Vorsitzende des südafrikanischen Ärzteverbands, Angélique Coetzee, sagte der BBC, dass die bisher in ihrem Land festgestellten Fälle nicht schwerwiegend seien. Allerdings seien die Untersuchungen zu dieser Variante noch in einem sehr frühen Stadium. In dem Land seien nur rund 24 Prozent der Menschen vollständig geimpft.

Schmerzender Körper und Müdigkeit

«Die Patienten klagen meist über einen schmerzenden Körper und Müdigkeit, extreme Müdigkeit, und wir sehen es bei der jüngeren Generation, nicht bei den älteren Menschen», sagte sie. Es handele sich nicht um Patientinnen und Patienten, die direkt in ein Krankenhaus eingeliefert würden, sagte Coetzee.

Dem «Telegraph» sagte sie, man müsse sich aber Sorgen machen, dass die neue Variante ältere Menschen, die zusätzlich an Diabetes oder Herzkrankheiten leiden, viel härter treffen könnte. In Südafrika sind nur etwa sechs Prozent der Bevölkerung über 65 Jahre alt.

Symptome der neuen Variante ungewöhnlich, aber mild

Sie fügte hinzu, die Symptome der neuen Variante seien zwar ungewöhnlich, aber mild. Sie sei zum ersten Mal auf die Möglichkeit einer neuen Variante aufmerksam gemacht worden, als Anfang November Patientinnen und Patienten mit ungewöhnlichen Covid-19-Symptomen in ihre Praxis in Pretoria gekommen seien. Sie hätten unter starker Müdigkeit gelitten.

Keiner von ihnen habe einen Geschmacks- oder Geruchsverlust beklagt. «Ihre Symptome waren so anders und milder als die, die ich zuvor behandelt hatte». Coetzee war den Angaben zufolge die erste südafrikanische Ärztin, die die Behörden am 18. November auf Patientinnen und Patienten mit einer neuen Variante aufmerksam gemacht hatte.

Die Omikron-Variante (B.1.1.529) war zuerst im südlichen Afrika nachgewiesen worden. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stuft sie als «besorgniserregend» ein. Die EU-Gesundheitsbehörde ECDC spricht von ernsthaften Sorgen, dass die Variante die Wirksamkeit der Corona-Impfstoffe erheblich verringern und das Risiko von Reinfektionen erhöhen könnte. Welche genauen Auswirkungen die Variante hat, steht aber noch nicht fest.

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(DPA/sys)

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