Online-Auktionen: Ebay im Visier von Tierschützern
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Online-Auktionen: Ebay im Visier von Tierschützern

Tierschützer schlagen Alarm: In Online-Auktionen finden gefährdete Tierarten und deren Körperteile reissenden Absatz.

Während dreier Monate durchforsteten die Tierschützer des International Fund for Animal Welfare (IFAW) Internetauktionen auf der Suche nach lebendigen Primaten, Produkten aus Elfenbein oder Schildkrötenpanzer und Accessoires aus Reptilienhäuten.

Mit Erfolg: Pro Woche werden in Chatrooms und auf Online-Auktionen bis zu 9000 Tiere angeboten, wovon 70 Prozent geschützt sind, darunter sogar ein lebendiger Gorilla.

Besonders ins Visier der Tierschützer ist das Internet-Auktionshaus Ebay geraten. IFAW gibt an, dass nicht weniger als 80 Prozent aller

Wildtierprodukte über diese Auktionsplattform versteigert werden. Selbst auf der Schweizer Seite von Ebay

findet man solche Produkte, zum Beispiel Armreife aus

Elfenbein.

Die Unterbindung des Handels mit bereits bestehenden, heute verbotenen Produkten ist dem IFAW ein Anliegen, weil er ein falsches Signal setze und in den Herkunftsländern die Jagd auf geschützte Tiere fördere. Er fordert deshalb alle Internetnutzer auf, verdächtige Produkte sofort der Auktionsplattform zu melden.

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