Von Usern finanziert: Online-Magazin Journal B setzt auf Community
Aktualisiert

Von Usern finanziertOnline-Magazin Journal B setzt auf Community

Die Bundesstadt erhält eine neue Stimme: Die Web-Zeitung Journal B will die Berner Medien-Szene aufmischen.

von
Adrian Müller
Beat Kohler, Chefredaktor von Journal B, freut sich auf den Start des Online-Magazins.

Beat Kohler, Chefredaktor von Journal B, freut sich auf den Start des Online-Magazins.

«Wir wollen die Geschichte hinter der Geschichte erzählen»: So formuliert Journal-B-Chefredaktor Beat Kohler die Nische, in die das jüngste Berner Medienerzeugnis vordringen will – etwa bei Bildungsthemen. Gegen den Strom schwimmt das Online-Magazin bereits beim Start-Termin: Journal B geht heute um 16 Uhr online.

Fünf Journalisten produzieren in der Lorraine fortan täglich Artikel aus den Sparten Alltag, Politik und Kultur. «Ein zentraler Pfeiler ist für uns der Austausch mit unseren Lesern – wir setzen auf eine starke Community», erklärt Kohler. Journal B will sich weitgehend über Mitgliederbeiträge finanzieren. Dank einer Finanzspritze der Roche-Erbin Beatrice Oeri ist der Betrieb bis Ende 2014 gesichert.

Gut für Medienvielfalt

Laut Medienexperte Nick Lüthi, der im Beirat des neuen Mediums sitzt, muss Journal B die Sympathien der Berner Leser gewinnen, um bestehen zu können. «Es braucht 1500 Gönner, die jährlich 250 Franken zahlen.» Dass das Modell in Bern funktionieren könne, zeige etwa das alternative Radio Rabe.

Stapi Alexander Tschäppät ist gespannt auf den Start von Journal B: «Bern ist in der Schweiz die Vorzeigestadt, was die Medienvielfalt anbelangt. Diese ist wichtig für eine gesunde Demokratie.»

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