Alternative zur Karte: Online-Register soll Organspende vereinfachen
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Alternative zur KarteOnline-Register soll Organspende vereinfachen

Die Organspende-Karte soll künftig durch ein elektronisches Register ersetzt werden. Dies soll auch Angehörige entlasten.

von
kat
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Die Organspende-Karte wurde bislang bestellt und danach im Portemonnaie aufbewahrt.

Die Organspende-Karte wurde bislang bestellt und danach im Portemonnaie aufbewahrt.

Keystone/Christian Beutler
Neu soll ein Eintrag in einem nationalen elektronischen Spenderregister das Organspenden modernisieren und vereinfachen.

Neu soll ein Eintrag in einem nationalen elektronischen Spenderregister das Organspenden modernisieren und vereinfachen.

Keystone/Christian Beutler
Jährlich sterben nach Angaben von Swisstransplant, der nationalen Stiftung für Organspende und Transplantation, etwa 100 Menschen, weil nicht rechtzeitig ein Spenderorgan gefunden wird.

Jährlich sterben nach Angaben von Swisstransplant, der nationalen Stiftung für Organspende und Transplantation, etwa 100 Menschen, weil nicht rechtzeitig ein Spenderorgan gefunden wird.

Soeren Stache

Wer bereit ist, Organe zu spenden, besitzt eine physische Spender-Karte und führt diese im Idealfall in seinem Portemonnaie mit. Nun soll ab dem 1. Oktober ein nationales Spenderregister aufgebaut werden, wie Radio SRF in der Sendung «Heute Morgen» berichtete.

Alle in der Schweiz wohnhaften Personen können auf einer Datenbank festhalten, ob sie ihre Organe nach ihrem Tod für Transplantationen oder medizinische Forschung spenden wollen. Diese Modernisierung würde auch Angehörige entlasten, sagt Franz Immer, Direktor von Swisstransplant, in der Sendung. Oftmals würden sie vom Wunsch des verstorbenen Angehörigen nicht wissen.

So sterben jedes Jahr etwa 100 Menschen, weil sich kein geeignetes Spenderorgan rechtzeitig finden lässt. Dabei sei ein potenzieller Spender oftmals vorhanden.

Initiative soll Organspende fördern

Die Bewegung Jeune Chambre Internationale (JCI) Riviera sammelt derzeit Unterschriften für eine Volksinitiative zur Förderung der Organspenden in der Schweiz. Jede verstorbene Person soll zum potenziellen Spender werden, wenn sie dies zu Lebzeiten nicht ausdrücklich ablehnt.

Für Swisstransplant-Direktor Immer wäre dies eine nützliche Grundlage, wie es im SRF-Beitrag weiter heisst. Nebst der Zustimmung zum Organspenden könne im neuen Register auch die Ablehnung festgehalten werden.

Du möchtest eine Organspendekarte ausfüllen oder mehr zum Thema erfahren? Infos gibt es auf der Website «Leben ist Teilen».

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