Prüfungen: Online-Tests erfolgreich meistern
Aktualisiert

PrüfungenOnline-Tests erfolgreich meistern

Neuerdings finden Prüfungen vermehrt online statt. Kein Grund zur Sorge: Computergestützte Testmodule bieten mehr Vorzüge als Nachteile.

von
Gabriel Aeschbacher

Wie bei klassischen Prüfungen geht es auch bei Online-Tests in erster Linie darum, Wissen zu demonstrieren. Die heutigen Tools bieten dabei einige Vorteile. Verwendung finden sie in mehreren Bereichen: Bei Einstufungstests zum Beispiel für einen Sprachkurs, zur Lernkontrolle in Form von praktischen Selbsttests. Oder bei Prüfungen wie zum Beispiel bei der Zulassungsprüfung MarKom (Marketing und Kommunikation). Aber auch Jugendliche sehen sich vermehrt Online-Checks ausgesetzt, wenn es um die Lehrstellenbewerbung geht.

Der 15-Jährige Nicolas* ist froh, dass er in der Schule auf diese Art Tests vorbereitet worden ist. «Einmal die Woche trainieren wir am PC dafür», sagt er, der für seine Bewerbungen fast überall einen Basic-Check beilegen muss. Training ist das A und O für Prüfungserfolge. Online-Selbsttests sind ein ideales Mittel für die Vorbereitung und Wissenskontrolle. Innovative Schulen wie zum Beispiel AKAD stellen aber auch Probeprüfungen in virtuellen Lernräumen zur Verfügung. Je nach Anbieter werden dort individuelle Fragen von «Online-Teachern» per E-Mail oder Instant Messaging beantwortet. Wichtig ist ein sauberes Technikmanagement: Updates regelmässig installieren, Login speichern, Hotline kennen.

Systemtest und Vertrautheit mit dem Online-Prüfungstool sind wichtig für den Erfolg. Es empfiehlt sich, unbedingt eine Nullserie zu lösen, um den gesamten Prozess einmal zu üben. Dies auch Konstantin* getan. Und ist froh, das Ganze einmal durchgespielt zu haben, «weil ich ein besseres Zeitgefühl bekommen habe». Wie bei einer herkömmlichen Prüfung sind genaues Lesen und der Faktor Zeit zentral für den Erfolg. Das sagt auch Lehrlingsausbildner Walter Aebischer*. Er sieht Online-Tests als einen Mosaikstein im ganzen Prozess. «Noch wichtiger erscheint mir, wie sich jemand während einer Schnupperlehre präsentiert – und ob er bei meinen Mitarbeitenden und Kunden gut ankommt». Daneben seien aber auch die Noten nicht zu vernachlässigen.

*Namen geändert

Für Schulabgänger sind heute drei gängige Testverfahren Programm: Zum Ersten der Basic-Check, zum Zweiten der Multicheck und zum Dritten der Stellwerk-Check. Alle Testverfahren prüfen das Schulwissen, in der Regel nach dem achten Schuljahr. Ziel ist es, den potenziellen Lehrlingsausbildnern standardisierte Testverfahren zu liefern, damit sich diese einen Überblick über das Leistungsvermögen der angehenden Lernenden machen können. Denn mit den verschiedenen Schulsystemen, Niveaus und Lehrmitteln ist es faktisch ein Ding der Unmöglichkeit geworden, Zeugnisnoten richtig einzuordnen. Das sieht auch Lehrlingsausbildner Walter Aebischer* so: "Den Durchblick, was Noten anbelangt, habe ich längst verloren. Ich bin darauf angewiesen, Ergebnisse aus standardisierten Tests zu haben, damit ich mir ein abschliessendes schulisches Bild vom möglichen Lernenden machen kann". Allerdings sind die Auswertungen der Tests auch nicht immer einfach zu lesen, so dass inzwischen viele Lehrbetriebe auf Grund der Schnupperlehre und eigenen, firmeninternen Tests entscheiden, ob sich einen Anwärter einstellen oder nicht.

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