O du fröhliche ...: Onlinehändler erwarten bäumige Weihnachten
Aktualisiert

O du fröhliche ...Onlinehändler erwarten bäumige Weihnachten

Keine Hetzerei in den Läden: Schweizer lassen sich haufenweise Geschenke nachhause schicken. Vor allem Game-Konsolen und Tablet-Computer finden den Weg unter den Weihnachtsbaum.

von
Alex Hämmerli
Der Pöstler spielt mittlerweile immer öfter das Christkind.

Der Pöstler spielt mittlerweile immer öfter das Christkind.

Ob Bücher, Pralinés oder Videogames: Immer mehr Weihnachtsgeschenke werden online bestellt. Das freut die Versandhändler: Für die diesjährige Adventszeit rechnet Patrick Kessler, Präsident des Verbands des Schweizerischen Versandhandels, mit einem satten Umsatzplus von 15 Prozent. Damit legt das Geschäft noch stärker zu als in der Vergangenheit: «In den letzten Jahren konnten wir jeweils eine Steigerung von etwa 10 Prozent zum Vorjahr verzeichnen», so Kessler zu 20 Minuten.

Im vierten Quartal machen die Onlinehändler jeweils rund 30 Prozent ihres Umsatzes. Das entsprach 2011 rund 1,6 Milliarden Franken. Die Branche wird in der diesjährigen Vorweihnachtszeit also voraussichtlich über 200 Millionen Franken mehr verdienen. Aber auch sonst läuft es bei den Versandhändlern rund: «Wir hatten schon unterjährig einen Umsatzanstieg von rund 5 Prozent», sagt Kessler. 2011 hatte der Markt um 4 Prozent zugelegt – auf ein Umsatzvolumen von 5,3 Milliarden Franken. Zum Vergleich: Der gesamte Detailhandel schrumpfte 2011 um rund 1,5 Prozent auf gut 96 Milliarden Franken.

Doch wieso kaufen immer mehr Schweizer ihre Geschenke im Online-Shop? Für Kessler ist der Fall klar: «Es geht um die Convenience – so entgeht man der Hetzerei von Laden zu Laden.» Wichtig sei den Kunden auch das Preisniveau. Denn im Netz seien die Geschenke oft günstiger als im stationären Handel. Als dritten Faktor nennt Kessler die Gewohnheit: «Online-Shopping ist normal geworden, fast jeder nutzt es.» Insbesondere die «Generation Y», also diejenigen, die um die Jahrtausendwende zu den Teenagern gehörten, sei kaufkräftig und «sehr, sehr online-affin».

Diese Geschenke werden am häufigsten verschickt

Laut Kessler bestellen die Schweizer oft Elektroartikel wie Game-Konsolen oder Tablet-Computer als Weihnachtsgeschenke. Ebenso dürften vorzugsweise Bücher unter dem Baum liegen, «allerdings vermehrt in Form eines E-Readers». Zu den Online-Gewinnern gehören an Weihnachten zunehmend Sportartikel und Spielwaren, glaubt Kessler. «Und eines darf man nie vergessen: Gutscheine.» Damit stimmen die Geschenke, die die Schweizer im Netz erstehen, stark mit denen überein, die sie ganz im Allgemeinen ihren Liebsten schenken.

Die beliebtesten Geschenke in der Schweiz

Quelle: Deloitte Switzerland

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