Sittertobel: Openair erstmals seit 2011 nicht ausverkauft
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SittertobelOpenair erstmals seit 2011 nicht ausverkauft

Das diesjährige OASG neigt sich bereits wieder dem Ende zu. Die Organisatoren und die Polizei blicken auf ein problemloses Fest zurück.

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Diese drei Besucherinnen aus Rapperswil sind bereits zum dritten Mal am Openair St. Gallen.

Diese drei Besucherinnen aus Rapperswil sind bereits zum dritten Mal am Openair St. Gallen.

Alain Rutishauser
Auch für Patrick Elmer (29, Mitte) aus Glarus ist es das dritte OASG.

Auch für Patrick Elmer (29, Mitte) aus Glarus ist es das dritte OASG.

Alain Rutishauser
Carmen (22, links) und ihre Freundin aus dem Aargau besuchen das Sittertobel seit sechs Jahren. Die beiden gehen 2017 noch an fünf weitere Festivals.

Carmen (22, links) und ihre Freundin aus dem Aargau besuchen das Sittertobel seit sechs Jahren. Die beiden gehen 2017 noch an fünf weitere Festivals.

Alain Rutishauser

«Wir können eine positive Bilanz ziehen», sagt Sabine Bianchi vom Veranstalterteam des Openairs. Besonders die neue Campfire-Stage, bei der die Besucher ihr Fleisch an einem grossen Feuer zu Live-Musik grillieren konnten, sei sehr gut angekommen. «Auch im nächsten Jahr ist die Campfire-Stage wieder eingeplant», so Bianchi.

Zwischenfälle gab es keine. «Die Sanität war lediglich mit den üblichen Bagatellfällen beschäftigt», sagt Bianchi.

Rund 1000 Tickets nicht verkauft

An den vier Tagen des Openairs besuchten 107'000 Festivalgänger das Sittertobel. Davon waren 20'000 Nachtschwärmer, die bereits am Donnerstag auf dem Gelände waren, und je 29'000 Personen von Freitag bis Sonntag. Nach sechs ausverkauften Jahren OASG gab es 2017 erstmals wieder Tickets, die nicht wegkamen. Daran war nicht zuletzt das Gerücht schuld, das Openair St. Gallen sei bereits ausverkauft. Gegen solche Gerüchte könne man fast nichts tun – «aber die Leute wissen ja jetzt, dass das Festival dieses Jahr nicht ausverkauft war», so Bianchi.

Auch die Stadtpolizei St. Gallen war kaum gefordert. «Im Allgemeinen war die Stimmung wie in den Vorjahren sehr friedlich», sagt Sprecher Oskar Schmucki. Die verschärften Eingangskontrollen und mehr Personal auf dem Gelände hätten Früchte getragen. «Grössere Zwischenfälle gab es nicht, höchstens mal ein Belästigungsfall oder ein Besucher, der etwas zuviel getrunken hat», so Schmucki. Das sei aber für ein Festival dieser Grösse völlig normal. «Auch am Bahnhof gab es keine Zwischenfälle, höchstens die momentane Situation mit den vielen Baustellen war vielleicht nicht optimal.»

Zeltplaketten bewährten sich

Zufrieden sei man auch mit der Zeltplakette, die 2016 erstmals eingeführt wurde. Brachte man ein Zelt mit, erhielt man eine solche Plakette gegen ein Depot von 20 Franken. Verliess man am Sonntag das Gelände mitsamt Zelt, erhielt man die 20 Franken zurück. «Letztes Jahr nahmen dadurch 87 Prozent der Besucher ihr Zelt wieder nach Hause», sagt Bianchi. Darum wurde das Plakettensystem auch in diesem Jahr wieder durchgeführt. Eine genaue Bilanz dazu sei erst am Montag möglich.

Eindrücke vom Openair St. Gallen

Video: Tamedia/SDA

Eindrücke aus dem Schlamm: Die Openair-Besucher wussten sich trotz des regnerischen Wetters zu amüsieren. (Video: Tamedia/SDA)

Wetter besser als erwartet

Entgegen den vorgängigen Wetterprognosen mit durchgehendem Regen hielt sich das schlechte Wetter für OASG-Verhältnisse noch in Grenzen. Bianchi fühlt sich deswegen nicht von den Wetterpropheten getäuscht: «Wir hatten ja unsere eigene Wetter-App, die ein wenig bessere Prognosen hatte. Diese haben wir dann auch auf Facebook gepostet », erklärt sie. Ausserdem hätten die meisten Besucher das Ticket ja bereits vor den Wetterprognosen gekauft. Ob die letzten Tickets bei besseren Aussichten abgesetzt worden wären, weiss Bianchi nicht. «Einige Tickets mehr hätten wir vielleicht schon verkauft, aber ich denke nicht, dass alle 1000 weggegangen wären.»

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