Openair Frauenfeld: Mehr Präsenz wegen Drogentod
Aktualisiert

Openair Frauenfeld: Mehr Präsenz wegen Drogentod

Vor einem Jahr starb am Openair Frauenfeld eine junge Frau nach einem 24-stündigen Drogenexzess. Die Festivalleitung hat Massnahmen ergriffen, damit sich so etwas nicht wiederholt.

Die junge Frau hatte am letzten Openair Frauenfeld laut Zeltnachbarn während 24 Stunden so ziemlich alles an Drogen konsumiert, was derzeit auf dem Markt erhältlich ist. Am zweiten Festivaltag lag die junge Frau dann den ganzen Tag kreidebleich vor dem Zelt herum. Niemand reagierte, bis es zu spät war.

Obwohl die Festivalleitung laut polizeilichen Ermittlungen keine Schuld am Tod der 20-Jährigen trifft, ist man bestrebt, solche Zwischenfälle zu verhindern: «Wir haben dieses Jahr doppelt so viele Sanitäter auf dem Gelände. Zudem wird vermehrt Security-Personal zwischen den Zelten patrouillieren», sagt Joachim Bodmer, Pressesprecher des Openair Frauenfeld. «Wir wollen sofort reagieren können, wenn wir einen Verdacht auf einen Kollaps haben», so Bodmer.

Ausserdem sei das Gratis-Wasser-Zelt gut zugänglich in die Mitte des Festivalgeländes plaziert worden, fügt Bodmer an. Einen Appell an die Festivalbesucher, Drogen daheim zu lassen und die Zeltnachbarn im Auge zu behalten, hält er aber für kontraproduktiv.

(bem)

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