Aktualisiert 03.06.2009 13:23

Jörg Haider

«Opfer eines politisch motivierten Attentats»

Ein deutscher Journalist ist nach monatelanger Recherche überzeugt: Der österreichische Politiker Jörg Haider ist ermordet worden, der Autounfall war inszeniert.

Neue Munition für Verschwörungstheoretiker: Der deutsche Journalist Gerhard Wisnewski schreibt in seinem soeben erschienenen Buch «Jörg Haider: Unfall, Mord oder Attentat?», dass der Kärntner Landeshauptmann am 11. Oktober letzten Jahres Opfer eines «politisch motivierten Attentats» geworden sei.

Im Interview mit dem österreichischen Nachrichtenportal oe24.at erklärt Wisnewski: «Wir müssen uns davon verabschieden, dass Jörg Haider im Oktober durch einen Unfall zu Tode kam. Nach meinen Recherchen bin ich überzeugt: Es handelte sich um einen inszenierten Crash, das Fahrzeug wurde präpariert und in Lambichl abgestellt.»

Bei Familie Haider findet er Unterstützung

Während seiner achtmonatigen Recherche habe er mit Bekannten, Angehörigen und Gutachtern gesprochen. Ausserdem habe er den Unfallwagen selber besichtigt, schreibt der Journalist, der unter anderem für den deutschen Spiegel und die ARD tätig war. «Allein aufgrund des Anhalteweges kann Haider nicht mit 142 km/h, sondern muss deutlich langsamer mit nur 90 km/h unterwegs gewesen sein», so Wisnewski.

Auch dass Haider mit 1,8 Promille im Blut unterwegs gewesen sein soll, mag Wisnewski nicht glauben: «In seinem Magen wurde gar kein Alkohol gefunden, das ist schon sehr ungewöhnlich.» Und die eine Zeugin bezeichnet er schlicht als Beschuldigte, die deshalb das Recht gehabt hätte, zu lügen.

Für die Staatsanwaltschaft ist die These eines Attentats kein Thema mehr: Bereits vor Monaten liess sie verlauten: «Es gibt keine Erkenntnisse über ein Attentat.» Dafür findet Wisnewski aber Unterstützung bei Haiders Familie: «In meinen Gesprächen mit den Angehörigen hatte ich den Eindruck, auch für sie ist die Sache noch nicht abgeschlossen.»

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.