Aktualisiert 11.03.2014 08:36

Proteste in VenezuelaOpposition blockiert Strassen in Caracas

Hunderte Regierungsgegner haben in mehreren Teilen der venezolanischen Hauptstadt Strassen blockiert und für die Einhaltung der Menschenrechte protestiert. Zwei Menschen kamen ums Leben.

Die Zahl der Todesopfer bei den seit rund zwei Wochen anhaltenden gewaltsamen Protesten gegen die Regierung in Venezuela ist auf 18 gestiegen. Ein Mitglied der Sicherheitskräfte wurde am Freitag in der Stadt Valencia durch einen Schuss ins Auge getötet, wie Präsident Nicolás Maduro sagte. Bereits am Donnerstag wurde ein Jugendlicher im Staat Carabobo erschossen, wie die Generalstaatsanwaltschaft des Landes am Freitag mitteilte.

Hunderte Regierungsgegner blockierten auch am Freitag ungeachtet der Karnevalsfeiertage in mehreren Teilen der Hauptstadt Caracas Strassen. Sie protestierten gegen Maduro und seine Regierung und für die Einhaltung der Menschenrechte. Auch in anderen Grossstädten des südamerikanischen Landes wie in Valencia, Mérida und San Cristóbal gingen die Menschen auf die Strassen.

Proteste in Venezuela weiten sich aus

Maduro hält Friedensgespräche - alleine

Maduro selbst hielt eine weitere Runde der Friedensgespräche ab, die im Fernsehen übertragen wurde. Mitglieder der Opposition nehmen an den Treffen jedoch nicht teil. Sie fordern erst die Freilassung von inhaftierten Regierungsgegnern und ein Ende des harten Vorgehens der Sicherheitskräfte gegen die Demonstranten, bevor sie sich mit dem umstrittenen Präsidenten zu Verhandlungen an einen Tisch setzen wollen.

Venezuela kämpft rund ein Jahr nach dem Tod von Präsident und Integrationsfigur Hugo Chávez mit massiven wirtschaftlichen Problemen. Die Inflation betrug im vergangenen Jahr 56 Prozent. Viele Güter des täglichen Lebens sind knapp. Die Kriminalitätsrate ist hoch.

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