Aktualisiert 14.06.2008 15:32

Simbabwe«Opposition kommt zu meinen Lebzeiten nicht an die Macht»

In Simbabwe hat Staatschef Robert Mugabe eine Machtübernahme der Opposition zu seinen Lebzeiten ausgeschlossen. Er drohte sseinem politischen Gegner, Oppositionsführer Morgan Tsvangirai, erneut massiv.

Mugabe sei für den Kampf bereit, sagte er anlässlich der Beerdigung eines Veteranen des Unabhängigkeitskampfes der 70er Jahre. «Dass dieses Land zu unseren Lebzeiten von Verrätern übernommen wird, ist unmöglich und wird niemals passieren», sagte Mugabe.

«Wir sind bereit, für dieses Land zu sterben und in den Krieg zu ziehen», sagte der 84-jährige Staatschef, der seit 1980 in Simbabwe an der Macht ist.

In Simbabwe steht in zwei Wochen die Stichwahl um die Präsidentschaft zwischen Mugabe und Tsvangirai an.

Mugabe brandmarkt seine politischen Rivalen regelmässig als «Verräter», angeblich in Diensten der früheren britischen Kolonialmacht. Die Opposition, die den Sieg bereits im ersten Durchgang der Präsidentschaftswahl für sich beansprucht, sieht sich seit Monaten einer massiven Einschüchterungskampagne und gewaltsamen Übergriffen seitens der Sicherheitskräfte ausgesetzt.

Tsvangirai wurde am Samstag gemeinsam mit elf weiteren Politikern seiner Bewegung für Demokratischen Wandel (MDC) festgenommen. Es ist das fünfte Mal in eineinhalb Wochen, dass er während seines Wahlkampfes ohne Angabe von Gründen festgesetzt wurde. In der Vergangenheit wurde er meist nach mehreren Stunden wieder freigelassen.

MDC-Generalsekretär Tendai Biti wurde am Mittag in Handschellen einem Gericht in der Hauptstadt Harare vorgeführt. Er war am Donnerstag nach seiner Rückkehr aus einem mehrwöchigen Exil am Flughafen festgenommen worden. Ihm wird Hochverrat vorgeworfen, worauf in Simbabwe die Todesstrafe steht.

(sda)

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