Aktualisiert 14.07.2009 07:49

BurmaOpposition traut Amnestie nicht

Burmas Opposition hat zurückhaltend auf die Ankündigung der Militärführung des südostasiatischen Landes reagiert, politischen Häftlingen Straferlass zu gewähren.

«Wir würden es begrüssen, wenn sie im Rahmen einer Amnestie politische Häftlinge freilassen», sagte der Sprecher der Nationalen Liga für Demokratie (NLD), Nyan Win, am Dienstag. «Aber bei vergangenen Amnestien waren nur sehr wenige politische Häftlinge betroffen.»

Burmas UNO-Botschafter U Than Swe hatte am Montag vor dem UNO- Sicherheitsrat in New York angekündigt, die burmesische Führung plane zu den Wahlen im kommenden Jahr einen Straferlass für politische Häftlinge.

Damit werde auf eine Bitte von UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon reagiert. Bislang haben die Staatsmedien des isolierten Landes die Ankündigung jedoch noch nicht verbreitet.

NLD-Sprecher Nyan Win zeigte sich pessimistisch über eine Freilassung der Parteichefin und Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi. Dies hänge von den burmesischen Behörden ab und «wir haben keine grossen Hoffnungen», sagte der NLD-Sprecher, der in einem laufenden Prozess auch der Verteidiger der Oppositionsführerin ist.

Derzeit wird Suu Kyi von der burmesischen Junta erneut der Prozess gemacht, weil sie vor einigen Wochen Besuch von einem US- Bürger erhielt, der durch einen See zu ihrem Haus geschwommen war. Ihr drohen fünf Jahre Haft.

(sda)

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