Opposition und Mugabe sehen sich als Sieger
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Opposition und Mugabe sehen sich als Sieger

Nach der Wahl in Simbabwe sehen sich sowohl Präsident Robert Mugabe als auch die Opposition vorne. Die Bewegung für Demokratischen Wandel (MDC) von Morgan Tsvangirai sie habe in der Hauptstadt Harare und in Bulawayo einen Vorsprung erreicht.

«Wir haben diese Wahl gewonnen, aber sie (die Regierung) können uns den Sieg noch immer stehlen», sagte MDC-Generalsekretär Tendai Biti nach dem Auszählen erster Wahlbezirke.

Auch Präsident Mugabe zeigte sich siegessicher und erklärte, eine Stichwahl zwischen den beiden Kandidaten mit den meisten Stimmen sei nicht nötig. Zwar schreibe dies die Verfassung für den Fall vor, dass keiner der Kandidaten mehr als 50 Prozent der Stimmen auf sich vereint. Aber das werde kaum nötig sein.

Die städtischen Gebiete sind traditionell Hochburgen der Opposition, während die regierende ZANU(PF)-Partei des seit 28 Jahren regierenden Mugabe auf dem Lande ihre Anhänger hat. Dort hat Mugabes Herausforderer, Ex-Finanzminister Simba Makoni, nach MDC-Angaben Erfolge erzielen können.

Erste offizielle Teilergebnisse wurden noch für Sonntag erwartet. Die simbabwische Wahlkommission hatte die Vorabveröffentlichung von Auszählungsergebnissen durch Kandidaten verboten. «Wir beschützen unsere Stimmen», erklärte Biti den Verstoss seiner Partei. Er traue der Wahlkommission nicht.

Insgesamt waren am Samstag 5,9 Millionen Simbabwer aufgerufen, um über die künftige Ausrichtung des Landes zu entscheiden. Die Wahl fand vor dem Hintergrund der schlimmsten Krise in der Geschichte des Landes sowie von Manipulationsvorwürfen statt. (sda)

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