Think positive!: Optimisten leben deutlich länger
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Think positive!Optimisten leben deutlich länger

Positiv durchs Leben zu gehen, lohnt sich: Mit überwiegend guten Gedanken lässt sich sogar das Risiko senken, an einem Herzleiden oder Krebs zu sterben.

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Positive Gedanken halten den Menschen gesund. Das ist das Ergebnis einer Studie von Forschern der Harvard University.

Positive Gedanken halten den Menschen gesund. Das ist das Ergebnis einer Studie von Forschern der Harvard University.

iStock/Wundervisuals
Die Untersuchung von 70'000 Frauen zeigte: Diejenigen, die weitgehend positiv gestimmt unterwegs sind, hatten nicht nur deutlich weniger Gesundheitsprobleme, sie überstanden diese auch besser. Deshalb raten die Wissenschaftler, das positive Denken zu trainieren.

Die Untersuchung von 70'000 Frauen zeigte: Diejenigen, die weitgehend positiv gestimmt unterwegs sind, hatten nicht nur deutlich weniger Gesundheitsprobleme, sie überstanden diese auch besser. Deshalb raten die Wissenschaftler, das positive Denken zu trainieren.

Flickr.com/János Korom Dr./CC BY-SA 2.0
Doch übertreiben sollte man es mit der positiven Lebenseinstellung aber nicht. Laut dem britischen Psychologen Richard Wiseman kann das sogar schädlich sein und krank machen. Deshalb setzt er in seinem Ratgeber auf Positives Handeln.

Doch übertreiben sollte man es mit der positiven Lebenseinstellung aber nicht. Laut dem britischen Psychologen Richard Wiseman kann das sogar schädlich sein und krank machen. Deshalb setzt er in seinem Ratgeber auf Positives Handeln.

Wikimedia Commons/Vera de Kok/CC BY-SA 3.0

Auch wenn das Leben nicht immer rosig ist, sollte man davon absehen, zu viel Trübsal zu blasen. Denn wer zuversichtlich in die Zukunft schaut, tut sich selber etwas Gutes.

Im «American Journal of Epidemiology» schreiben Forscher der Harvard University, dass Optimisten ein deutlich geringeres Risiko haben, an einer Volkskrankheit zu sterben.

70'000 Probandinnen befragt

Das Team um Eric S. Kim wertete für seine Studie die Daten von mehr als 70'000 Amerikanerinnen aus, die zwischen 2004 und 2012 Auskunft zu ihrem Befinden, ihren Beschwerden und ihrer Lebenseinstellung gegeben hatten.

Viele der Teilnehmerinnen hatten zu Beginn der Studie gesundheitliche Beschwerden wie Bluthochdruck oder Diabetes. Einige hatten bereits einen Schlaganfall erlitten oder eine Krebsdiagnose erhalten.

Glücklichsein zahlt sich aus

Der Vergleich der Daten zeigte: Diejenigen, die weitgehend positiv gestimmt unterwegs sind, hatten nicht nur deutlich weniger Gesundheitsprobleme, sie überstanden diese auch besser.

Konkret: Die grössten Optimistinnen hatten in den folgenden Jahren ein um 38 Prozent geringeres Risiko als Pessimistinnen, an einer Herzkrankheit oder einem Schlaganfall zu versterben. Auch starben sie um 37 Prozent seltener an einer Lungenerkrankung und um 16 Prozent seltener an Krebs.

Gesundes Mass finden

Faktoren wie Herkunft, Bildung und Ernährung spielten dabei keine Rolle, wie die Hochschule mitteilt. Damit zeigte die Studie, dass Optimismus einen «direkten Einfluss auf das biologische System hat», so die Forscher.

Übertreiben sollte man es mit der positiven Lebenseinstellung aber auch nicht. Denn wer zum Beispiel eine lebensbedrohliche Krankheit hat und krampfhaft versucht, sich mit positivem Denken am Leben zu halten, kann unter Umständen noch kränker werden, warnte Psychologe Richard Wiseman vor fünf Jahren. Es ist wohl wie bei so vielen Dingen im Leben: Die Dosis machts.

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