Aktualisiert 06.09.2007 13:15

«Oracle-Boss ist ein Loser»

Alinghi-Präsident Ernesto Bertarelli hat nach der juristischen Intervention von Oracle-Boss Larry Ellison erstmals öffentlich Stellung genommen.

Ellison wolle mit seiner Beschwerde den America's Cup als Geisel nehmen, sagt Ernesto Bertarelli in einem Inteview mit der «NZZ». Er befürchte, dass sich die Alinghi durch die Änderung des Protokolls einen Vorteil verschaffe. Dabei gehe es nur darum, die Kosten zu senken, so Bertarelli. Deshalb will er, dass man den Verantwortlichen von BMW Oracle keinen Glauben schenkt. «Es gibt schon fünf Teams, die unter diesem Protokoll segeln wollen», sagt er. «Es sind nur die Advokaten von Oracle, die gegen das neue Protokoll sind.»

Laut dem Alinghi-Präsidenten ist der America's Cup eine Herausforderung zwischen gut erzogenen und ehrenwerten Leuten, die sich über gewisse Regeln einigen können. Seiner Meinung nach gehört da Oracle-Boss Ellison nicht dazu. Bertarelli: «Wer ist Larry Ellison? Das ist ein Loser.» Mit dem Team New Zealand oder den Engländern hingegen werde über die Regeln diskutiert. Bertarelli: «Die haben mehr Glaubwürdigkeit als Larry Ellison.»

Keine Einigung in Sicht

Ab Montag werden sich die Richter am Obersten Gerichtshof in New York mit dem Streit zwischen Alinghi und BMW Oracle befassen. Wie sie entscheiden werden, ist kaum absehbar. Dennoch ist Ernesto Bertarelli fest davon überzeugt, den Prozess zu gewinnen. «Wir haben die besseren Anwälte», so der Milliardär. Deshalb sei es nicht möglich zu verlieren.

(mon)

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