Aktualisiert 31.01.2012 20:31

Jakarta

Orang-Utans vor Jägern gerettet

In letzter Minute haben Tierschützer auf Borneo ein Orang-Utan-Weibchen mit Baby vor dem Tod gerettet. Die geschützten Tiere werden für Kopfgeld gnadenlos gejagt.

Tierschützer retteten eine Orang-Utan-Mutter und ihr Junges vor Kopfgeldjägern.

Tierschützer retteten eine Orang-Utan-Mutter und ihr Junges vor Kopfgeldjägern.

«Wir kamen gerade noch rechtzeitig», so Signe Preuschoft, Affenforscherin bei der internationalen Tierschutz-Organisation Vier Pfoten. «Mitten in einem abgeholzten Stück Urwald waren sie von jubelnden Jugendlichen umzingelt, die bereits das Kopfgeld vor Augen hatten und die beiden töten wollten.» Die Aktivisten brachten die beiden Menschenaffen in Sicherheit: Sie werden nun in einem geschützten Regenwaldgebiet ausgesetzt und per Funksender überwacht.

Um Platz für Palmöl-Plantagen zu schaffen, werden auf Borneo immer neue Regenwaldgebiete gerodet – auf der Strecke bleiben die Orang-Utans: Statt 250 000 wie vor wenigen Jahrzehnten sind es heute gerade noch 50 000 Tiere. Und da sie mangels Nahrung bisweilen Früchte der Ölpalme verzehren, setzen die Plantagenbetreiber Kopfgelder auf die geschützten Tiere aus. Preuschoft: «Die grausamen Massaker an unseren nahen Verwandten müssen gestoppt werden. Gesetzesbrecher müssen für ihre Verbrechen bezahlen, nicht die Orang-Utans.» (20 Minuten)

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