ORF-Moderator Roman Rafreider nimmt in Mail Stellung zu bizarrem ZiB-Auftritt
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Roman RafreiderORF-Moderator nimmt in Mail Stellung zu bizarrem TV-Auftritt

Vor einem Monat trat Roman Rafreider beim «ZIB Flash» sichtlich beeinträchtigt vor die Kamera. Nun äussert sich der 52-Jährige in einem E-Mail an seine ORF-Kollegen zu dem Vorfall.

Vor rund einem Monat sorgte der langjährige ORF-Moderator Roman Rafreider für Aufsehen. Der 52-Jährige wirkte im «ZIB Flash» sichtlich beeinträchtigt. Nun reagiert er selbst auf seinen Auftritt.

20 Minuten

Darum gehts

Lachend und lallend moderierte Roman Rafreider vor rund einem Monat die «ZIB Nacht» auf ORF 1. Vom ersten Moment der Sendung an war der Moderator sichtlich beeinträchtigt, schaffte es nur mit viel Mühe durch die Sendung – einmal musste er sich am Pult festhalten, um nicht umzukippen. Nun nimmt er in einer E-Mail, die eigentlich nur für seine Arbeitskolleginnen und -kollegen bestimmt war und «Heute» vorliegt, Stellung und beschreibt, wie es zu seinem bizarren Live-Auftritt kommen konnte.

«Ja, ich hab einen Fehler gemacht», so der Moderator in dem Schreiben. Der ORF sei ein «grossartiges Unternehmen, dem zu schaden mit seinem Verhalten niemand das Recht hat», lobte der 52-Jährige gleich zu Beginn seinen Arbeitgeber. Dann fuhr er fort: «Mein Fehler besteht nicht darin, dass ich betrunken auf Sendung gegangen bin. Das war nicht der Fall! Eigentlich ist es schlimmer. Mein Fehler besteht darin, dass ich nicht den Mumm hatte, zuzugeben, dass ich zum ersten Mal in 25 Jahren nicht funktionieren kann.»

«Möge das keinem von euch passieren»

Am Abend der Sendung habe er einen verzweifelten Anruf erhalten. Laut Roman Rafreider hatte es sich um einen «Schicksalsschlag in der Familie» gehandelt. «Herzinfarkt. Notarzt. Krankenhaus. OP. 3 Stents», schrieb der ORF-Star in dem Mail. Eine Beruhigungstablette, die eigentlich hätte helfen sollen, habe dem ZIB-Moderator dann den Rest gegeben. «Trittico mit einem Wirkstoff, den ich – wie ich heute weiss – nicht vertrage. Keine gute Idee», gestand er ein.

Zum Schluss fügte er eine Entschuldigung an: «Ich möchte mich bei allen entschuldigen, die sich wegen mir blöde Kommentare anhören mussten. Aber ich werde mich nicht dafür entschuldigen, dass ich mal nicht funktioniert habe. Möge das keinem von euch passieren.»

Schon kurz nach dem Live-Vorfall konnte 20 Minuten in Erfahrung bringen, dass nicht – wie anfangs vermutet – Alkohol, sondern eine Beruhigungstablette schuld an Rafreiders benommenem TV-Auftritt war. So hiess es, der ORF-Moderator sei unmittelbar vor der Sendung beinahe kollabiert, nachdem er etwas Schlimmes erfahren hatte. Bereits damals sah er die Einnahme und die anschliessende Moderation als Fehler.

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(heute.at/kao)

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