Abnehmer gesucht!: Organisatoren von Trucker-Treff bestellen 800 Bratwürste zu viel
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Abnehmer gesucht!Organisatoren von Trucker-Treff bestellen 800 Bratwürste zu viel

Die Veranstalter des Diemtigtaler Truck-Treffs verschätzten sich deutlich bei der Bestellung von Bratwürsten. Eine Anti-Food-Waste-Organisation versucht nun, den Überschuss vor der Tonne zu bewahren – und dürfte Erfolg haben.

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Bier, Würste und Trucks: Die Veranstalter sind mit der ersten Ausgabe des Diemtigtal-Truck-Treffs zufrieden.

Bier, Würste und Trucks: Die Veranstalter sind mit der ersten Ausgabe des Diemtigtal-Truck-Treffs zufrieden.

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50 Trucks fuhren auf dem Parkplatz bei der Wiriehorn-Bahn auf.

50 Trucks fuhren auf dem Parkplatz bei der Wiriehorn-Bahn auf.

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Die Organisatoren sind mit der ersten Ausgabe zufrieden.

Die Organisatoren sind mit der ersten Ausgabe zufrieden.

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Darum gehts

  • Die Veranstalter des Truck-Treffs im Diemtigtal bestellten 800 Bratwürste zu viel.
  • Die Lebensmittel-Retter von Frischer Fritz versuchen nun, die Würste vergünstigt loszuwerden.
  • Mit Erfolg: Bis Mitte Mittwochnachmittag wanderten bereits 500 Stück über den Ladentisch.

50 Lastwagen versammelten sich am letzten Wochenende zum ersten Diemtigtaler Truck-Treff bei der Wiriehorn-Bahn. Die Organisatoren ziehen insgesamt eine positive Bilanz, bloss bei der Berechnung der Verpflegung besteht noch Luft nach oben: So bestellten sie ganze 800 Bratwürste zu viel und blieben auf diesen sitzen, wie sie auf Facebook schreiben.

«Wir hatten damit gerechnet, dass die Chauffeure vorwiegend bei uns essen, jedoch nahmen viele einen Grill mit und konnten sich daher selber verpflegen », erklärt Mitorganisator Samuel Gfeller. Daneben habe man auch mit mehr Besuchern gerechnet.

Wegwerfen kam nicht infrage, also wandten sich die Trucker an Frischer Fritz. Die Thuner Anti-Food-Waste-Organisation rettet Lebensmittel vor dem Abfallkübel. Auch in diesem Fall bot sie sofort Hand, und so werden die Würste seit Mittwochmorgen in der Unteren Hauptgasse verkauft – für 18 Franken à 10 Stück.

Schon 500 Würste weg

Wer noch ein 10er-Pack ergattern will, muss sich allerdings sputen: Bis Mitte Nachmittag gingen bereits 500 Stück über den Ladentisch. «Es ist wirklich schön, wie sehr die Leute mittlerweile auf das Thema Food-Waste sensibilisiert sind», sagt Frischer-Fritz-Gründerin Sandra Kissling, die den Würste-Aufruf auf Facebook postete. Es sei das erste Mal, dass sie Fleischprodukte loszuwerden versuche. «Als ich die Würste heute Morgen entgegennahm, dachte ich schon im ersten Moment: Ui, das sind aber viele.» Andererseits seien sie frisch produziert worden und stünden nicht kurz vor dem Ablaufdatum, was die Absatzchancen erhöhe.

Vom Erlös erhalten die Organisatoren des Truck-Treffs einen Franken pro Wurst. So tut der Verlust durch die Fehlberechnung letztlich nicht sehr weh, wie Samuel Gfeller sagt. Ursprünglich sei man beim Fest von einer Nullrunde ausgegangen, habe aber unerwartet einen kleinen Gewinn erzielen können. Gfeller: «Das Stöckli können wir gut für die nächstjährige Ausgabe gebrauchen.»

(sul)

Deine Meinung

24 Kommentare
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Bratwurst zum Zmittag

02.07.2020, 11:24

Wenn die Einen nicht richtig rechnen können, kommt's den andern zu Gute!

Martial2

02.07.2020, 11:23

Bravo, gutes Management. Man kann schlussendlich nicht nur von mastigen, fettigen Würste sich ernähren!

Kathy

02.07.2020, 05:08

Da stimmt vieles nicht ,man könnte ja mit dem Wurstverkäufer ,eine Vereinbarung treffen ,das nicht verkaufte Ware wieder zurück genommen wird. Aber war wahrscheinlich ein unerfahrener ,der zum ersten mal was Organisiert.Wird im sicher nicht mehr passieren ,wenn er daraus gelernt hat.