Osamas Bodyguard vor Gericht
Aktualisiert

Osamas Bodyguard vor Gericht

Fünfeinhalb Jahre nach seiner Gefangennahme ist ein ehemaliger Fahrer und Bodyguard von Terrorchef Osama bin Laden offiziell angeklagt worden.

Ihm wird Verschwörung und materielle Unterstützung des Terrorismus vorgeworfen.

Das US-Verteidigungsministerium veröffentlichte am Donnerstag die entsprechende Anklageschrift gegen den gebürtigen Jemeniten Salim Ahmed Hamdan. Der 36-Jährige ist der dritte Angeklagte, der sich vor einer Militärkommission im US-Gefangenenlager Guantánamo Bay auf Kuba verantworten muss.

Hamdan wurde im November 2001 in Afghanistan festgenommen. Er war der Anklage zufolge der persönliche Fahrer und Leibwächter von Bin Laden. Er soll ausserdem Waffen und Sprengstoff zu anderen Mitgliedern des Terrornetzwerkes transportiert haben.

Der Angeklagte soll in El-Kaida-Lagern in Afghanistan ausgebildet worden sein. Die offizielle Anklageverlesung soll innerhalb von 30 Tagen erfolgen.

Vor Hamdan war ein 20 Jahre alter Kanadier wegen Mordes, versuchten Mordes und Unterstützung der Terrororganisation El Kaida angeklagt worden. Der in Toronto geborene Angeklagte Omar Khadr war erst 15 Jahre alt, als er in Afghanistan festgenommen und nach Guantánamo Bay gebracht wurde.

Die US-Regierung hatte im vergangenen Jahr Sonderregeln zur Aburteilung von Guantánamo-Häftlingen erlassen. Diese werden als «ungesetzliche Kämpfer» festgehalten.

Als erster Gefangener war der Australier David Hicks wegen Terrorismus-Unterstützung angeklagt worden. Im März wurde er zu einer siebenjährigen Haftstrafe verurteilt, die dann im Zuge einer gerichtlichen Vereinbarung auf neun Monate abgemildert wurde.

(sda)

Deine Meinung