Aktualisiert 06.10.2007 07:24

Ospel rechnet mit Lohnkürzung

26,6 Millionen wird der UBS- Verwaltungsratspräsident Marcel Ospel dieses Jahr nicht verdienen. Er rechnet nach dem milliardenschweren Debakel der UBS in der US-Hypothekenkrise mit einer Lohnkürzung.

«Ich gehe davon aus, dass der Kompensationsausschuss des Verwaltungsrats meinen Lohn zurücknimmt», sagte der Verwaltungsratspräsident des grössten Schweizer Bankenkonzerns in einem Interview der «Neuen Zürcher Zeitung». Die Geschäftsergebnisse seien wesentliche Treiber hinter den Kompensationszahlungen. Wenn die Ergebnisse unter den Erwartungen lägen, beeinträchtige das die Einzelvergütung ebenfalls.

Ospel wies auch darauf hin, dass die Vertreter der obersten Führungsgremien gezwungen seien, gemessen an ihrem erarbeiteten Vermögen grosse Positionen an UBS-Aktien und -Optionen zu halten. «Wenn der Aktienpreis sinkt, spüren wir das direkt am eigenen Leib», sagte der vollamtliche UBS-Präsident.

Er hatte für letztes Jahr eine Entschädigung von insgesamt 26,6 Millionen Franken erhalten. Nicht äussern wollte sich Ospel zur Frage, ob der abrupte Abgang von Konzernchef Peter Wuffli im vergangenen Juli in direktem Zusammenhang mit den sich abzeichnenden Problemen im Investmentbanking stand. Man habe der damaligen Erklärung nichts hinzuzufügen, sagte er. (dapd)

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