Ospel zu Mega-Lohn: Volk ist «ungünstig sensibilisiert»
Aktualisiert

Ospel zu Mega-Lohn: Volk ist «ungünstig sensibilisiert»

UBS-Präsident Marcel Ospel verteidigt seinen Jahreslohn von 23,975 Millionen Franken. Ein Vergleich mit ähnlich positionierten Finanzdienste zeige, dass die Saläre bei der grössten Schweizer Bank dem Mittelwert entsprächen.

Die UBS passe ihre Entschädigungspolitik laufend den Marktentwicklungen an, sagte Ospel in einem Interview mit der «Neuen Luzerner Zeitung» vom Samstag.

Der Verwaltungsratspräsident der Credit Suisse, Walter Kielholz, hat gemäss Angaben vom Freitag im vergangenen Jahr aber nur rund die Hälfte von Ospel verdient, nämlich 12,1 Mio. Franken.

Er sei sich bewusst, «dass so hohe Löhne schwer zu erklären und zu verstehen sind», sagte Ospel zu seinem Einkommen. Vor einigen Jahren sei die Bevölkerung «ungünstig sensibilisiert» worden, weil einige Manager «sehr substanzielle Bezahlungen bezogen, obwohl sie 'ihre' Unternehmen fast oder ganz in den Ruin geführt haben. Das darf nicht sein.»

Ospel lobte zudem das neue Steuergesetz im Kanton Obwalden, das mit einem degressiven Steuersatz Reiche entlastet: «Das ist ein mutiger Schritt, der auch nationale Bedeutung hat. Denn er hat den Steuerwettbewerb in der Schweiz belebt und geografisch breiter abgestützt.» Einen Umzug nach Obwalden plane er nach seinem kürzlichen Wechsel von Basel in den Kanton Schwyz aber nicht.

(sda)

Deine Meinung