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«Osterkopf» darf nach Hause

Nach einer fast 80-jährigen Irrfahrt durch die halbe Welt ist eine der weltbekannten Moai-Steinstatuen den Bewohnern der Osterinsel zurückgegeben worden.

Bei der Übergabe der 1,20 Meter hohen Statue aus Lava-Tuffgestein war auch die chilenische Staatschefin Michelle Bachelet zugegen, wie die Presse am Sonntag berichtete.

1927 hatten Bewohner der zu Chile gehörenden Insel die Statue dem damaligen chilenischen Staatschef Carlos Ibanez del Campo geschenkt. Einige Jahre später erhielt sie ein Händler - es wird auch spekuliert, dass der Präsident ihm die Statue verkaufte.

Über Umwege geriet das Kunstwerk bis in die Niederlande, lagerte wegen eines Rechtsstreits mehrere Jahre lang bei der Zollbehörde in Buenos Aires und wurde schliesslich 1982 versteigert. Die Käuferin beschloss schliesslich, dass das steinerne Bildnis in seine Heimat zurückkehren sollte.

Die Moai stellen vermutlich berühmte Häuptlinge oder allseits verehrte Ahnen dar. Die Osterinsel ist nach dem Tag ihrer Entdeckung (Ostern 1722) benannt und gleichzeitig das östlichste Siedlungsland der Polynesier. Das 3500 Kilometer vor der chilenischen Küste gelegene Eiland wurde vor 1100 besiedelt.

(sda)

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