Meisterliches Plastik: Ostermundigen reisst sich um YB-Meisterrasen
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Meisterliches PlastikOstermundigen reisst sich um YB-Meisterrasen

Der Kunstrasen, auf dem YB Meister wurde, könnte bald einen neuen Besitzer finden. Offenbar würde sich der Zweitligist FC Ostermundigen als dankbarer Abnehmer zeigen.

von
ber
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Am Dienstagabend spielen die Young Boys gegen den FC Valencia aus Spanien. Bald könnte aber der Kunstrasen, auf dem gespielt wird, ersetzt werden.

Am Dienstagabend spielen die Young Boys gegen den FC Valencia aus Spanien. Bald könnte aber der Kunstrasen, auf dem gespielt wird, ersetzt werden.

Keystone/Lukas Lehmann
Der FC Ostermundigen würde sich wohl als dankbarer Abnehmer zeigen.

Der FC Ostermundigen würde sich wohl als dankbarer Abnehmer zeigen.

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Auf dem Kunstrasen könnten die 27 Mannschaften des Clubs auch im Winter trainieren. Derzeit müssen die Aktivmannschaften des Vereins auf Kunstrasen in der Stadt ausweichen; und das kostet Miete.

Auf dem Kunstrasen könnten die 27 Mannschaften des Clubs auch im Winter trainieren. Derzeit müssen die Aktivmannschaften des Vereins auf Kunstrasen in der Stadt ausweichen; und das kostet Miete.

In wenigen Stunden empfangen die Berner Young Boys in der Champions League den FC Valencia. Möglich macht dies der Meistertitel, den YB im vergangenen April errungen hat. Der Rasen, auf dem der Gelb-Schwarze Meistertraum erfüllt wurde, könnte bald ausgewechselt werden und der FC Ostermundigen würde sich als dankbarer Abnehmer zeigen.

Wie der «Bund» am Dienstag berichtet, könne es laut YB-Sprecher Albert Staudenmann im Lauf des nächsten Jahres der Fall sein, dass der Meisterrasen ersetzt wird. Dass der Fussballverein aus dem Berner Vorort Interesse zeigt, hat einen simplen Grund: Auf dem Kunstrasen könnten die 27 Mannschaften des Clubs auch im Winter trainieren. Derzeit müssen die Aktivmannschaften des Vereins auf Kunstrasen in der Stadt ausweichen; und das kostet Miete.

Kosten belaufen sich auf rund eine Million Franken

Bereits in den 1980er-Jahren stand ein Kunstrasen in Ostermundigen zur Debatte, der auch im Winter genutzt werden kann. Damals lehnte die Stimmbevölkerung den Plastikplatz ab. Ein weiterer Grund für das Interesse der Ostermundiger: Der Verein soll für den Ruckbau zweier Fussballplätze entschädigt werden. Während der Rasen im Oberfeld der Tramwendeschlaufe zum Opfer fällt, wird das San-Siro-Areal mit Wohnhäusern überbaut.

Bevor es soweit ist, und die Teams des FCO auf dem meisterlichen Kunstrasen trainieren können, muss dieser noch vom Parlament abgesegnet werden. Die Kosten für die Gemeinde belaufen sich auf rund eine Million Franken, die der Gemeinderat fürs nächste Jahr budgetiert hat. Die Lebensdauer des Occasion-Rasens wird auf zehn weitere Jahre geschätzt.

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