Osterstau am Gotthard - Osterstau am Gotthard soll bis zu 20 Kilometer lang werden

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Osterstau am GotthardOsterstau am Gotthard soll bis zu 20 Kilometer lang werden

14 Kilometer lang war der Stau am Gotthard am Samstag. Nach coronabedingt ausbleibenden Riesenstaus in den letzten zwei Jahren erwartet man heuer bis zu 20 Kilometer Stau.

von
Gianni Walther
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Auf einer Länge von bis zu 14 Kilometern staute sich der Verkehr vor dem Gotthard-Strassentunnel am Samstag.

Auf einer Länge von bis zu 14 Kilometern staute sich der Verkehr vor dem Gotthard-Strassentunnel am Samstag.

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Zahlreiche Verkehrsteilnehmende steckten lange Zeit im Stau fest.

Zahlreiche Verkehrsteilnehmende steckten lange Zeit im Stau fest.

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Die ganz grosse Blechlawine kommt aber erst noch. Der Verkehrsdienst Viasuisse und die Kantonspolizei Uri rechnen mit einer Staulänge von bis zu 20 Kilometern vor Ostern.

Die ganz grosse Blechlawine kommt aber erst noch. Der Verkehrsdienst Viasuisse und die Kantonspolizei Uri rechnen mit einer Staulänge von bis zu 20 Kilometern vor Ostern.

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Darum gehts

  • Zwei Jahre lang gab es wegen Corona zu Ostern verhältnismässig wenig Verkehr am Gotthard.

  • Dieses Jahr könnte der Stau vor Ostern bis zu 20 Kilometer lang werden.

  • Bereits am Samstag war der Stau rund 14 Kilometer lang.

Bereits eine Woche vor Ostern ist die Reiselust gross: Bis zu 14 Kilometer Stau gab es am Samstag auf der Autobahn A2 vor dem Nordportal des Gotthard-Strassentunnels im Kanton Uri. Am Sonntagmittag meldete der TCS zwischen Amsteg und Göschenen sechs Kilometer Stau und einen Zeitverlust von bis zu einer Stunde.

«Staus zu dieser Zeit kommen immer wieder vor, aber nicht immer in dieser Grössenordnung», sagt Stefan Simmen, Pikettoffizier der Kantonspolizei Uri, auf Anfrage. In den vergangenen zwei Jahren gab es jedoch wegen der Corona-Pandemie weniger Verkehr: Letztes Jahr war der Stau bis zu vier Kilometer lang. «Im Jahr 2020 gab es gar keinen Stau», sagt Simmen. Damals hatten die Kantonspolizeien Tessin und Uri wegen des Coronavirus in einem gemeinsamen Appell von Tessinreisen abgeraten. 2019 war der Stau bis zu 19 km lang. 

Baustellen behindern Durchfahrt

Nach der Aufhebung aller Coronamassnahmen werden wieder deutlich mehr Reiselustige in Richtung Süden unterwegs sein. «Laut Prognosen von Viasuisse könnte der Stau bis zu 20 Kilometer lang werden. Diese Einschätzung teilen wir auch», sagt Simmen. Der Stau werde im Verlaufe des Mittwochs und des Donnerstags zunehmen. Der TCS hat auf seiner Webseite ebenfalls eine Stauprognose veröffentlicht. Am meisten Verkehr wird am Donnerstag zwischen 15 und 23 Uhr und am Karfreitag zwischen acht und 15 Uhr erwartet. Pro Kilometer Stau rechnet man mit einer Verzögerung von zehn bis 15 Minuten.

«Es wird auch zu Ausweichverkehr kommen», sagt Simmen. So etwa auf der Gotthardstrasse: Die Kantonsstrasse verläuft parallel zur A2. Thema sind dabei auch Baustellen, die sich derzeit auf der Gotthardstrasse im Bereich Erstfeld befinden. «Die Baustellen werden so gut wie möglich geräumt, damit Durchfahrten für Rettungsfahrzeuge und den Regionalverkehr möglich sind», sagt der Pikettoffizier.

Genügend Verpflegung und Pausen

Anstelle der Gotthardstrasse weichen Verkehrsteilnehmende auch auf Nebenstrassen aus: «Wir stellen fest, dass dies sogar Autofahrer aus dem Ausland tun, um schneller in Richtung Gotthard zu kommen. Dies zahlt sich aber regelmässig nicht aus. Oftmals sind auf den Nebenstrassen auch wesentlich langsamere Fahrzeuge unterwegs, die ein schnelles Vorankommen nicht zulassen», sagt Simmen.

Die Autobahn zu verlassen, um Staus zu umfahren, lohne sich in der Regel nicht. Alternative Routen gibt es über den San Bernardino, den Simplon-Pass oder durch den Grossen St. Bernhard-Tunnel. Die Rückreisewelle aus dem Süden wird bereits am späteren Ostersonntag erwartet, auch am Ostermontag ist mit erhöhtem Rückreiseverkehr zu rechnen.

Die Polizei hat auch Tipps für Reisende: «Wer Richtung Süden will, soll frühzeitig losfahren und genügend Pausen einplanen», sagt Simmen. Eine Prognose für optimale Fahrtzeiten sei schwierig. Denn: «Der Stau dürfte sich auch in der Nacht halten, wenn auch nicht im gleichen Ausmass wie tagsüber.» Man solle genügend Verpflegung einpacken. Falls man mit Kindern reist, sei eine Beschäftigung für diese ratsam. Wichtig ist laut Simmen auch genügend Geduld: «Man sollte sich nicht ärgern, sondern sich lieber auf die Ferien freuen.»

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