Aktualisiert 24.03.2011 12:37

Wegen AKW-GAUOstschweiz erlebt unerwarteten Öko-Boom

Die Telefone bei den Anbietern von Solarstromanlagen in der Ostschweiz laufen seit dem AKW-Drama in Japan heiss: Die Firmen werden mit Anfragen überhäuft.

von
tob

Die Ostschweizer Anbieter von Solarstromanlagen haben derzeit alle Hände voll zu tun: «Seit Mitte März haben wir bis zu viermal mehr Anfragen pro Tag als normal», so Roland Buchreiter, zuständig für Verkauf und Beratung bei der Firma Lenz in Niederuzwil. Daniel Zotti, Inhaber der Zotti GmbH in St. Gallen, bestätigt: «In den letzten Tagen ist die Nachfrage nach Fotovoltaik-Anlagen sprunghaft angestiegen.»

Den Grund sieht Buchreiter beim GAU in Japan: Traurigerweise seien solche Katastrophen gute Werbung für erneuerbare Energien. «Nun wollen die Leute unabhängig sein von Stromanbietern und sich selbst versorgen können», so Buchreiter. Laut dem Fachmann reicht bereits eine Fotovoltaik-Anlage von 22 Quadratmetern Fläche, um einen Haushalt mit Strom zu versorgen.

Den Öko-Boom zu spüren bekommen auch die St. Galler Stadtwerke (SGSW). Nach dem AKW-GAU in Japan haben viele ihr Portfolio von Atomstrom zu Öko-Angeboten gewechselt: «Es sind rund 40 Bestellungen eingegangen», so Ueli Büchi, Leiter Verkauf der SGSW. «Normalerweise wären es eine bis zwei gewesen.»

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