Ostschweiz: Segelboom dank dem Alinghi-Hype
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Ostschweiz: Segelboom dank dem Alinghi-Hype

Die Ostschweiz ist im Segelfieber. Während die Alinghi-Crew in Valencia um den America's Cup kämpft, verzeichnen die hiesigen Segelschulen Rekordzahlen.

«Wir haben gegenüber dem Vorjahr deutlich mehr Segelschüler», sagt Adrian Hummer von der Segelschule Crazy Lobster in Horn. Er geht von 20 Prozent mehr Schülern aus. Der Hype um die Alinghi dürfte zu den Hauptgründen für das rasant gestiegene Interesse am Segelsport zählen.

Auch bei der Segelschule Walensee in Murg sorgt das Alinghi-Fieber derzeit für volle Kassen. «Wir haben beträchtlich mehr Umsatz als im Vorjahr», sagt Urs Lachenmeier, Geschäftsführer der Segelschule Walensee. Er rechnet gar mit einem noch grösseren Anstieg von Neuseglern im Verlauf der ersten Saisonhälfte. «Vermutlich werden es Ende Monat über ein Drittel mehr sein als letztes Jahr zur selben Zeit», so Lachenmeier.

Roland Küffer von der Bodensee-Segelschule Altnau beobachtet neben den vielen Neuseeglern noch einen zweiten Alinghi-Effekt: «Mir ist aufgefallen, dass die Leute auf der Strasse seit den Alinghi-Erfolgen viel besser mit speziellen Segelbegriffen vertraut sind.» Vom Segelfieber werden derzeit scheinbar sämtliche Altersgruppen gepackt: «Ich unterrichte auch 60-Jährige», sagt Adrian Hummer. Grundsätzlich könne jeder segeln lernen.

(lun/kar)

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