Aktualisiert 22.06.2012 06:31

Quer durch die USA

Ostschweizer gewinnt Race Across America

Der Appenzeller Reto Schoch hat das härteste Velorennen der Welt gewonnen - und das gleich bei seiner ersten Teilnahme. Seine Familie litt zu Hause mit.

von
upz/rme
Reto Schoch am Ziel seiner Träume - als Rookie gewinnt er das härteste Velorennen der Welt. (Bild: facebook.com/Race Across America)

Reto Schoch am Ziel seiner Träume - als Rookie gewinnt er das härteste Velorennen der Welt. (Bild: facebook.com/Race Across America)

21 Stunden pro Tag quälte sich der Ausserrhoder Reto Schoch (33) über eine Woche lang im Race Across America (RAAM) – dem härtesten Velorennen der Welt mit 4800 Kilometern und 33 000 Höhen­metern quer durch die USA.

Die Schinderei lohnte sich. Am Freitagmorgen Schweizer Zeit erreichte der Extremvelofahrer das Ziel in Annapolis (Maryland) - nach 8 Tagen, 6 Stunden und 29 Minuten. Bis zuletzt lieferte sich Schoch ein packendes Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem Österreicher Christoph Strasser.

Schon die nächsten Ziele im Kopf

Zuhause in Speicherschwendi litt Mutter Marlis Schoch mit (60). «Ich bin seit Tagen nervös. Oft wache ich mitten in der Nacht auf und schaue im Internet nach, wo Reto gerade ist», sagte sie vor den finalen Stunden des Rennens. Vater Erich (61) begleitet Reto mit einem zehnköpfigen Team in einem Wohnmobil. Die Mutter hofft, dass ihr Sohn es nun, nachdem er seinen Traum wahr gemacht hat, «etwas ­ruhiger angehen lässt».

Doch Pausen scheint er nicht zu kennen. Auf seiner Homepage hat er bereits die Teilnahme an der Tortour angekündigt, einem Nonstop-Rennen rund um die Schweiz, das er letztes Jahr gewonnen hat. Dort gibt es wie in den USA ein geringes Preisgeld zu gewinnen. Reich wird Schoch mit seinem Sport jedoch nicht. Ein Jahr lang hatte er sich in den Hügeln des Appenzellerlandes auf das Monsterrennen vorbereitet, wohnte im Haus seiner Eltern und gönnte sich nichts. Denn eine Teilnahme am RAAM kostet die Fahrer mehrere 10 000 Franken.

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.