Dank Exporten: Ostschweizer Industrie darf hoffen
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Dank ExportenOstschweizer Industrie darf hoffen

Die Industrie exportiert wieder mehr. Ein Grund dafür ist unter anderem die steigende Nachfrage aus den USA.

von
tso
Monteure mit einem Menzi Muck der neusten Serie bei der Endkontrolle. (Bild: Menzi Muck AG)

Monteure mit einem Menzi Muck der neusten Serie bei der Endkontrolle. (Bild: Menzi Muck AG)

Die neuste Konjunkturumfrage des St. Galler Forschungs- und Beratungsunternehmens Ecopol zeigt Positives: So liegt der Konjunkturindex für die Ostschweiz auf dem höchsten Wert seit Frühjahr 2011. Erfreuliche News gibt es auch von den Ostschweizer Industriebetriebe, die in den vergangenen Jahren zu kämpfen hatten: Im Bereich Export liegt die Ostschweiz mit einem Plus von 3,6 Prozent über dem Schweizer Durchschnitt. «Wir spüren den Aufschwung. Die Exporte in die USA boomen sogar», sagt Nadja Castagna, Mediensprecherin des St. Galler Textilunternehmens Christian Fischbacher. Dieser Boom ist kein Einzelfall: Laut Ecopol nahmen die Exporte in die USA von Unternehmen in den Kantonen St. Gallen und beiden Appenzell um 20 Prozent zu.

Skepsis dennoch angebracht

Auch im industriell geprägten Rheintal herrscht Zuversicht: «Wir schreiben 40 Prozent mehr Offerten als im ersten Halbjahr 2013. Man merkt, dass auch unsere europäischen Nachbarn investitionsfreudiger werden», so Christoph Schumacher, stellvertretender Geschäftsführer der Baumaschinenfirma Menzi Muck AG in Widnau. Er schätzt, dass Stellen geschaffen werden.

Dennoch mahnt Ecopol zur Vorsicht: Die nach wie vor hohe Staatsverschuldung in Europa und politische Querelen in den USA könnten die Nachfrage wieder schwächen.

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