«Die Lage ist ernst» – Ostschweizer Kantone beschliessen erweiterte Maskenpflicht
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«Die Lage ist ernst»Ostschweizer Kantone beschliessen erweiterte Maskenpflicht

Am Mittwochmorgen haben die Ostschweizer Kantone ihren Entscheid zu den Corona-Massnahmen bekannt gegeben. Im Kanton St. Gallen wird die Maskenpflicht ab Donnerstag ausgedehnt, in den restlichen Kantonen ab Freitag.

von
Leo Butie
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Der Entscheid wurde am Mittwochmorgen kommuniziert. Gemäss Gesundheitsdirektor Bruno Damann ist seit anfangs letzter Woche die Anzahl Personen in Spitalbehandlung stark angestiegen (Archivbild). 

Der Entscheid wurde am Mittwochmorgen kommuniziert. Gemäss Gesundheitsdirektor Bruno Damann ist seit anfangs letzter Woche die Anzahl Personen in Spitalbehandlung stark angestiegen (Archivbild).

20min/Michael Scherrer
In den Ostschweizer Kantonen gilt die Maskenpflicht an Veranstaltungen in Innen- und Aussenbereich, an Fach- und Publikumsmessen und auch an Weihnachtsmärkten (Symbolbild).

In den Ostschweizer Kantonen gilt die Maskenpflicht an Veranstaltungen in Innen- und Aussenbereich, an Fach- und Publikumsmessen und auch an Weihnachtsmärkten (Symbolbild).

20min/Simon Glauser
Weiter gilt eine Maskenpflicht in den Warte- und Zugangsbereichen des öffentlichen Verkehrs, zum Beispiel auf dem Perron oder an Bushaltestellen (Symbolbild).

Weiter gilt eine Maskenpflicht in den Warte- und Zugangsbereichen des öffentlichen Verkehrs, zum Beispiel auf dem Perron oder an Bushaltestellen (Symbolbild).

Tamedia AG

Darum gehts

  • Die Ostschweizer Kantone dehnen die Maskenpflicht massiv aus.

  • Betroffen sind unter anderem Pflegeeinrichtungen, Messen und Märkte, auch Weihnachtsmärkte, Kinos, Theater und Fitnesscenter.

  • Die Massnahmen wurden am Mittwochmorgen bekannt gegeben.

  • Sie gelten im Kanton St. Gallen bereits ab Donnerstag.

  • In den übrigen Ostschweizer Kantonen gelten die Massnahmen ab Freitag.

Die Ostschweizer Kantone möchten die Zahl der Neuansteckungen reduzieren und ein einheitliches Vorgehen in der Ostschweiz sicherstellen, wie sie in einer gemeinsamen Medienmitteilung schreiben, die an der Medienkonferenz vorgestellt wird. Aus diesem Grund haben sie eine erweiterte Maskentragpflicht an Veranstaltungen in Innen- und Aussenbereich, an Fach- und Publikumsmessen sowie Märkten. Auch Weihnachtsmärkte sind davon betroffen.

Zudem gilt eine Maskenpflicht in den Warte- und Zugangsbereichen des öffentlichen Verkehrs, zum Beispiel auf dem Perron oder an Bushaltestellen und in Spitälern und Kliniken, Alters- und Pflegeheimen sowie in Wohnheimen für Menschen mit einer Behinderung.

Die Massnahmen gelten im Kanton St. Gallen ab Donnerstag. Im Kanton Thurgau und in den beiden Appenzell gelten die Massnahmen ab Freitag.

Maskenpflicht in St. Galler Fitnesscentren und Clubs

Die Regierung des Kantons St. Gallen hat weiter eine Maskentragpflicht in sämtlichen öffentlich zugänglichen Innenräumen beschlossen. Dazu gehören zum Beispiel Museen, Bibliotheken, Fitnesscentren und Badeanstalten sowie Bars und Clubs. Zudem muss die Konsumation von Getränken und Speisen im Sitzen erfolgen.

Die erweiterte Maskentragpflicht gilt unabhängig davon, ob der Zugang an einem Ort bereits auf Personen mit einem Zertifikat beschränkt ist. Ausgenommen von der Maskentragpflicht sind insbesondere Kinder unter zwölf Jahren und Personen, die nachweisen können, dass sie aus besonderen Gründen, insbesondere medizinischen, keine Gesichtsmasken tragen können.

«Die Lage ist ernst»

Im Kanton Thurgau müssen auch Sekundarschüler wieder Masken tragen. In drei Ostschweizer Kantonen finden an Schulen serielle Tests statt, der Kanton St. Gallen setzt auf sogenannte Ausbruchstests. Die Thurgauer Regierungsrätin Monika Knill weist allerdings darauf hin, dass Test- und Laborkapazitäten teilweise bereits am Anschlag sind und somit die Resultate manchmal verspätet eintreffen.

«Die Lage ist ernst», sagt der St. Galler Gesundheitsdirektor Bruno Damann. Die Boosterimpfung und die Impfung generell sei wichtig. Auf der Intensivstation würden 80 Prozent ungeimpfte Patienten liegen. «Das zeigt, die Impfung wirkt.» Damann appelliert an alle, sich impfen und boostern zu lassen. «Mit Omikron kommen wir in eine schwierige, ungewisse Situation. Omikron ist vermutlich sehr ansteckend.» Der Ausserrhoder Landammann Dölf Biasotto sagt, dass Gesundheitssystem stehe kurz vor dem Anschlag. Die Beschlüsse der Ostschweizer Kantone seien auch ein Signal nach Bern.

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BAG-Infoline Covid-19-Impfung, Tel. 058 377 88 92

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Safezone.ch, anonyme Onlineberatung bei Suchtfragen

Branchenhilfe.ch, Ratgeber für betroffene Wirtschaftszweige

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143

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