St. Gallen: Ostschweizer legen sich trotz Krise unters Messer
Aktualisiert

St. GallenOstschweizer legen sich trotz Krise unters Messer

Die Ostschweizer sind auch in Krisenzeiten bereit, viel Geld in ihren Körper zu investieren. Schönheitsoperationen sind gefragter denn je.

von
Katja Fässler

Ob Brustvergrösserung, Fettabsaugen oder Facelifting: Plastische Chirurgie ist nach wie vor sehr gefragt. Die Kliniken spüren die Krise nicht, im Gegenteil: «Ich verzeichne derzeit Zuwachsraten von mehr als 10 Prozent», sagt Werner Mang, ärztlicher Direktor der Mang-Klinik Suisse in Rorschacherberg. Die Leute würden sogar eher auf Ferien oder ein Auto verzichten als beispielsweise auf ein Facelifting. Laut Mang legt man derzeit besonders viel Wert auf sein Äusseres, um sich berufliche Vorteile zu verschaffen: «Schönes Aussehen ist gleich Erfolg», sagt der Chirurg. Daher gebe es keine «Schönheitskrise».

Doktor Andreas Herren von der Klinik Am Rosenberg in St. Gallen spricht sogar von einer «antizyklischen Wirtschaftsbewegung». Auch in seiner Klinik gehen die Patienten derzeit ein und aus und sind bereit, bis zu 8500 Franken beispielsweise für einen grösseren Busen auszugeben. «Gerade die Brustvergrösserungen boomen derzeit regelrecht», sagt Herren. Auch in der Praxis von Schönheitschirurg Jan Poëll legen sich bis zu sechs Patienten in der Woche unters Messer. Der Frauenanteil sei dabei noch immer wesentlich höher als der der Männer.

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