Aktualisiert 30.05.2006 20:12

Ostschweizer Polizeien: So gehen sie an der WM vor

Die Ostschweizer Polizeien werden sich während der WM grundverschieden verhalten: Der Thurgau setzt auf Toleranz und Vernunft, in Innerrhoden gibt es keine Sonderregelungen.

Die Thurgauer Kantonspolizei liess gestern verlauten, sie hoffe, dass die Schweizer Nati Anlass zum Jubeln gebe, und sie wünsche Köbi Kuhn und dem Team viel Erfolg. Man werde bei Einsätzen rund um die WM nach dem Motto «so tolerant wie möglich, so konsequent wie nötig» vorgehen. So würden Hupkonzerte und andere Formen der Begeisterung nach Spielen, die gegen 23 Uhr enden, kurzzeitig toleriert.

Ab Mitternacht gelte dann die Nachtruhe. «Statt mit Repression zu drohen, appellieren wir an die Vernunft der Fans und das Verständnis Unbeteiligter», sagt Kapo-Sprecher Rolf Müller. Ist die öffentliche Ordnung und Sicherheit hingegen gefährdet, wird konsequent durchgegriffen. Während der WM-Zeit werden zusätzliche Polizisten im Einsatz sein.

Appenzell Innerrhoden geht andere Wege. Es gibt keine Sonderregelungen während der WM. Hupen sei gesetzlich verboten, so Kapo-Sprecher Paul Broger. Und: «Wir werden während der WM nicht zur gesetzfreien Zone und greifen entsprechend durch.» Die Haltung des Thurgaus findet er zu grosszügig. Die Stadt und der Kanton St. Gallen rufen zu gegenseitiger Rücksichtnahme auf.

(feb)

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