Superbike-Fahrer: Ostschweizer rast seinem Idol Valentino Rossi nach
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Superbike-FahrerOstschweizer rast seinem Idol Valentino Rossi nach

Der Ostschweizer Dominic Schmitter hat seinen Traum verwirklicht und fährt in der Superbike-Kategorie Motorradrennen. Doch ein Ziel hat er noch.

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fej
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Der 22-jährige Dominic Schmitter aus Altstätten fährt in dieser Saison als einziger Schweizer in der Klasse Superbike.

Der 22-jährige Dominic Schmitter aus Altstätten fährt in dieser Saison als einziger Schweizer in der Klasse Superbike.

zVg
Die Klasse gilt als zweite Königsklasse nach dem MotoGP. Die Maschinen verfügen über einen Hubraum von bis zu 1200 cm³.

Die Klasse gilt als zweite Königsklasse nach dem MotoGP. Die Maschinen verfügen über einen Hubraum von bis zu 1200 cm³.

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Sogar die Ordnungshüter wollen mit dem jungen Ostschweizer posieren.

Sogar die Ordnungshüter wollen mit dem jungen Ostschweizer posieren.

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Die grossen Storys im Motorrad-Sport schreiben derzeit Namen wie Valentino Rossi, Jorge Lorenzo oder Marc Márquez, die alle in der MotoGP-Klasse ihre WM-Rennen absolvieren. Die zweite Königsklasse bildet aber nicht die Moto2, sondern die Superbike-WM. Als Superbikes werden strassenzugelassene, vollverkleidete Sportmotorräder der 1000-cm³-Klasse bezeichnet. Der erste Schweizer in dieser Klasse ist der 22-jährige Dominic Schmitter, der in Altstätten im Kanton St. Gallen wohnt.

Mit sechs Jahren fuhr er erstmals Pocket-Bike. «Von Anfang an wusste ich, dass er etwas reissen kann. Das Talent war da», sagt die stolze Mutter Petra. Dass im Spitzensport mehr als nur Talent nötig ist, bestätigt Dominic selber: «Es braucht auch Glück und Arbeit. In meinem Fall ist die Unterstützung meiner Familie von grosser Bedeutung.»

Sturz in Imola

Schmitter stieg 2014 im Anschluss an seine Maurer-Lehre in die Profiwelt des Motorradsports ein. Nach einer kurzen Zeit in der Klasse der Supersport-WM wechselte er in die zweithöchste Liga des Motorrad-Sports, Superbike-Klasse oder auch WSBK genannt. Bislang konnte Schmitter fünf Punkte ergattern. Sein bestes Rennen lieferte der Ostschweizer vor einem Monat in den USA, als er 14. wurde. Im Gesamt-Klassement belegt er derzeit von 31 Fahrern den 24. Rang.

Angesichts seiner Gegner eine gute Leistung: «Grosse Namen wie Alex Lowes, Nicky Hayden, Tom Sykes. Es stellt mir die Haare auf, wenn ich daran denke, gegen wen ich in der kommenden Saison antrete», hatte der 22-Jährige noch Ende 2015 zum «Rheintaler» gesagt.

Keine gute Erinnerungen hat Schmitter an das Rennen im italienischen Imola von Anfang Mai. Dort stürzte er wegen eines technischen Defekts an der Bremse. Und es kam noch schlimmer: «Als ich am Boden lag, fuhr ein Konkurrent mit ungefähr 100 km/h über meinen Rücken. Die Schmerzen spüre ich noch heute.»

Training auf der Spielkonsole

Trotz dieses Rückschlags hat der Rheintaler noch viel vor. Sein grosses Ziel ist es, einmal in der MotoGP zu fahren, genauso wie es sein Vorbild Valentino Rossi derzeit noch tut. «Ich gebe immer mein Bestes. Wenn etwas nicht klappt, gehe ich dem Problem auf dem Grund und versuche es beim nächsten Mal besser zu machen,» sagt der 22-Jährige. Als Spitzensportler dürfe er die Fitness nicht vernachlässigen. Deshalb besuche er regelmässig einen Kraftraum.

Zurzeit ist der junge Motorrad-Profi zu Hause. Vor seinem nächsten Rennen auf dem Lausitzring in Deutschland Mitte September baut sich der gelernte Maurer sein eigenes Zuhause in Altstätten.

Um sich auf die nächste Rennstrecke vorzubereiten, befährt Schmitter diese zuvor auf der Spielkonsole. Früher habe er dabei noch von seinem jetzigen Idol Valentino Rossi geschwärmt, heute ist er selber im Game vertreten.

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