Reute SG: Ostschweizerin zeigt Kurzfilm in Cannes
Aktualisiert

Reute SGOstschweizerin zeigt Kurzfilm in Cannes

Über 5000 Bilder hat Michaela Müller für den Kurzfilm «Miramare» gezeichnet. Ein Aufwand, der sich gelohnt hat: Ihr Debütfilm läuft im Mai am renommiertesten Festival für Cineasten in Cannes.

von
Michèle Vaterlaus

«Es ist eine grosse Ehre, dass der Film in Cannes gezeigt wird», sagt Simon König von Swiss Films. Denn an der Côte d'Azur könnten jeweils nur wenige Schweizer ihr Schaffen präsentieren. Entsprechend gross ist die Freude bei Müller: «Ich war wahnsinnig überrascht, aber überglücklich, als ich davon erfahren habe», so die 37-jährige Filmemacherin. Der Animationsfilm «Miramare» ist Müllers Abschlussarbeit an der Academy of Fine Arts Zagreb. Mit zwölf anderen Filmen ist er in der Kategorie Cinéfondation nominiert, dem Wettbewerb des Festivals in Cannes für Filmschulen.

Hinter dem achtminütigen Kurzfilm steckt eine Heidenarbeit – er besteht aus über 5000 einzelnen Bildern. «Die Bilder habe ich auf einer Glasplatte gemalt und immer wieder etwas verändert», so Müller. Mit dem Stop-Motion-Stil entstand so eine Art Kamerabewegung. Die Geschichte dreht sich um eine Familie, die Campingferien am Strand macht und plötzlich mit globalen Problemen wie Migration konfrontiert wird. Die internationale Premiere ist am 20. Mai in Cannes. Bereits dieses Wochenende wird «Miramare» aber an der Kurzfilmnacht-Tour (Fr/Sa) im St. Galler Kino Corso zu sehen sein.

www.kurzfilmnacht-tour.ch

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