Osttimors Präsident nach Anschlag erneut operiert
Aktualisiert

Osttimors Präsident nach Anschlag erneut operiert

Der am Montag bei einem Putschversuch schwer verletzte Präsident Osttimors, José Ramos-Horta, ist heute erneut operiert worden.

Ramos-Horta war am Montag mit schweren Schussverletzungen aus Osttimor nach Australien geflogen und in der Klinik in Darwin bereits drei Stunden lang operiert worden. Den Angaben zufolge befand er sich am Mittwoch noch im künstlichen Koma, wie eine Sprecherin des Spitals im australischen Darwin der Nachrichtenagentur AAP bekannt gab.

Sein Zustand sei ernst, aber stabil. Am Vortag hatten die Ärzte eine «vollständige Genesung» des Friedensnobelpreisträgers in Aussicht gestellt.

Bei Rebellenangriff schwer verletzt

Der 58 Jahre alte Ramos-Horta war am Montag bei dem Rebellenangriff in der Nähe seines Hauses in der Hauptstadt Dili durch insgesamt drei Schüsse in Bauch und Brust schwer verletzt worden.

Ministerpräsident Xanana Gusmao überlebte einen zweiten Anschlag der Rebellen unverletzt. Er sprach von einem «gescheiterten Putschversuch» und rief den Ausnahmezustand in dem südostasiatischen Land aus. Der Führer der Aufständischen, Alfredo Reinado, wurde bei den Kämpfen getötet.

Australien hat Truppen verstärkt

Seit den Anschlägen herrscht in Osttimor gespannte Ruhe. Am Dienstag hatte Australien seine Truppen in dem Land um 190 auf nunmehr knapp 1000 Mann verstärkt. Australien ist der engste Verbündete und Geldgeber Osttimors, das erst seit 2002 unabhängig ist.

Seit der Entlassung eines Teils der Armee 2006 überrollte eine Welle der Gewalt die frühere portugiesische Kolonie, die seit 1975 von Indonesien besetzt war.

(sda)

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