Aktualisiert 24.01.2011 05:33

Elfenbeinküste

Ouattara will Export von Kakao stoppen

Mit einem Exportstopp für Kakao will der international anerkannte Präsident Ouattara dem Amtsinhaber Gbagbo den Geldhahn zudrehen. Wer das Verbot nicht einhält, muss mit Sanktionen rechnen.

Die Elfenbeinküste ist der wichtigste Kakaoproduzent der Welt: Ein Arbeiter schaufelt Kakaobohnen ein, die an der Sonne getrocknet wurden.

Die Elfenbeinküste ist der wichtigste Kakaoproduzent der Welt: Ein Arbeiter schaufelt Kakaobohnen ein, die an der Sonne getrocknet wurden.

Der international anerkannte Sieger der Präsidentenwahl an der Elfenbeinküste hat sich im Machtkampf mit dem Amtsinhaber für ein befristetes Kakaoexportverbot ausgesprochen. Gegen jeden, der sich gegen das Verbot hinwegsetze, müssten Sanktionen ausgesprochen werden, hiess es in einer Erklärung der von Alassane Ouattara ernannten Regierung.

Die Forderung ist ein weiterer Versuch, Amtsinhaber Laurent Gbagbo den Geldhahn zuzudrehen. Ouattara gewann nach Auffassung der Vereinten Nationen und vieler Länder die Wahl im Herbst. Gbagbo erkennt das Ergebnis nicht an.

Wichtigster Kakaoproduzent der Welt

Nach dem Vorschlag Ouattaras soll das Exportverbot alle Kakaobohnen betreffen, die in den Häfen angeliefert werden, nicht jedoch für solche, für die bereits Steuern erhoben wurden. Die Auswirkungen auf die Branche waren zunächst unklar, weil Gbagbo noch immer die Armee und die Häfen kontrolliert.

Die Elfenbeinküste ist der wichtigste Kakaoproduzent der Welt und von den Exporteinnahmen abhängig. Der Kakaopreis hat in den vergangenen Wochen deutlich angezogen. 2010 gab es allerdings keine mit anderen Rohstoffen vergleichbare Kursrally.

(sda)

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