Oviesse kommt nicht in Schwung
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Oviesse kommt nicht in Schwung

Die Globus-Gruppe hat das Ende von ABM noch nicht verdaut. Die neue Oviesse-Kette habe die Erwartungen noch nicht erfüllt, teilte die Migros-Tochter am Mittwoch mit.

Gruppenweit schrumpfte der Umsatz um knapp zehn Prozent.

Im Vergleich zur Konkurrenz Jelmoli und Manor kam Globus im Rezessionsjahr 2003 am stärksten unter die Räder. Mit 1,701 Milliarden Franken fiel der Umsatz um 9,9 Prozent unter die Vorjahresmarke. Die Schuld am Taucher gab Globus der Schliessung von ABM und der defizitären Office-World-Fachmärkte in Deutschland. Trotz breit angelegter Werbekampagne blieben die Umsätze der 32 Oviesse-Kleiderläden unter den Erwartungen. «Im laufenden Jahr muss bei Oviesse eine Trendwende kommen, sonst müssen wir uns auf neue Szenarien einstellen», sagte Globus-Sprecher Ernst Pfenninger auf Anfrage. Gewinnzahlen sollen am kommenden 18. März veröffentlicht werden.

Ohne die Schliessung von ABM und Office World Deutschland betrug das Minus der Globus-Gruppe noch 2,6 Prozent, währungsbereinigt sogar nur 1,7 Prozent. Das Warenhausgeschäft habe unter der Verunsicherung der Konsumenten gelitten, hiess es. Die Globus-Warenhäuser büssten 3,5 Prozent ein, Herren Globus blieb 3,9 Prozent unter dem Vorjahr, und bei Interio fiel der Umsatz um 3,8 Prozent auf 281 Millionen Franken. Einzig Office World verzeichnete einen konstanten Absatz.

Als Erfolg bezeichnete die Migros-Tochter den neuen Globus am Zürcher Bellevue, die neue Delikatessen-Abteilung in Genf und die erweiterten Herren-Läden in Bern, Basel und Zürich. Das Weihnachtsgeschäft sei nach einem schwachen November zuletzt doch noch in Schwung gekommen, hiess es.

Im Ausland steigerte Interio den Umsatz in Deutschland um 26 Prozent auf allerdings noch immer bescheidene 12 Millionen Franken. Die britische Office World legte um 3,3 Prozehnt auf 295 Millionen Franken zu. Währungsbereinigt resultierte allerdings ein Rückgang von 2,5 Prozent. (dapd)

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