Aktualisiert 28.02.2012 22:41

Nach Rausschmiss

Owona hofft auf einen neuen Schweizer Verein

Nach dessen Verhaftung wegen
Ver­dachts auf Vergewalti­gung wollte der FCSG seinen Spieler Brice Owona rasch loswerden. Nun trainiert der Kameruner wieder.

Gestern, 17 Uhr, auf der Sportanlage Gründenmoos: Die Spieler der U-21 des FCSG versammeln sich zum abendlichen Training. Mit von der Partie ist auch Stürmer Brice Owona. Dabei sollte der Kameruner, der nächste Woche 23 Jahre alt wird, gar nicht mehr beim FCSG weilen – zumindest wenn es nach den Verantwortlichen des Klubs gegangen wäre. Der Grund: Owona war am 28.November wegen Verdachts auf Vergewaltigung festgenommen und in U-Haft gesetzt worden. Zwölf Tage später war er wieder frei. Die Untersuchung der Staatsanwaltschaft ist noch im Gange.

Für den FCSG war das Mass damit voll. Der Verein suchte das Gespräch mit dem Spieler, dessen Vertrag im Sommer ausläuft, um das Arbeitsverhältnis vorzeitig aufzulösen. Vorübergehend stellte der Klub gar die Lohnzahlungen ein. FCSG-Mediensprecher Markus Scherrer begründet diese Massnahme damit, dass man beim Verein davon ausgegangen sei, der Vertrag werde im gegenseitigen Einvernehmen aufgelöst. Ein Irrtum: Owona, für den weiterhin die Unschuldsvermutung gilt, ist nach wie vor da. Der Kameruner ist nicht nur überzeugt von seiner Unschuld, er hofft auch, seine Karriere im Sommer in der Schweiz fortsetzen zu können. «Ich bedaure, dass ich in die U-21 versetzt wurde», so der Kameruner gestern. «Doch es ist eine Entscheidung des Klubs, die ich akzeptieren muss.»

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