Kanton Bern: Ozon war 2009 kein grosses Problem
Aktualisiert

Kanton BernOzon war 2009 kein grosses Problem

Die Ozonbelastung hat sich im Sommer 2009 im Kanton Bern in Grenzen gehalten. Grund dafür war das instabile Wetter. Dennoch wurden die Grenzwerte an 43 Tagen überschritten.

Bereits der aussergewöhnlich warme April sorgte für Grenzwertüberschreitungen an 12 Tagen, wie die bernische Volkswirtschaftsdirektion am Dienstag mitteilte. In den darauffolgenden Monaten blieb die Belastung wegen des wechselhaften Wetters aber relativ gering.

Erst im August führte heisses Hochdruckwetter wieder zu einem deutlichen Anstieg. Hohe Spitzenbelastungen, wie etwa im Tessin, wurden in diesem Jahr im Kanton Bern nicht gemessen.

Den höchsten Stundenmittelwert verzeichnete die Gemeinde Zimmerwald, am geringsten belastet ist Gstaad. Gemäss Volkswirtschaftsdirektion gilt 2009 insgesamt als Jahr mit geringer Ozonbelastung.

Weitere Anstrengungen nötig

Dennoch brauche es weitere Anstrengungen zur Reduktion des Schadstoffausstosses, heisst es in der Mitteilung weiter. Grenzwertüberschreitungen an 43 Tagen seien immer noch zu viel.

Der Kanton will deshalb seinen Massnahmenplan zur Luftreinhaltung um fünf Massnahmen ergänzen. Dazu gehört unter anderem, dass 100 Industriebetriebe im Kanton Bern ihren Schadstoffausstoss reduzieren sollen.

Weiter will sich der Kanton auf Bundesebene beispielsweise für die Weiterentwicklung der Abgasnormen einsetzen. Angestrebt wird auch eine Verbesserung der Gasrückführsysteme bei Tankstellen oder eine kontinuierliche Kontrolle bei Abluftreinigungsanlagen in Industrie und Gewerbe. Die Massnahmen sind derzeit in der Vernehmlassung.

(sda)

Deine Meinung