Höchstwert im Zürcher Unterland: Ozonbelastung weit über dem Grenzwert
Aktualisiert

Höchstwert im Zürcher UnterlandOzonbelastung weit über dem Grenzwert

Das heisse Wetter erhöht die Konzentration des gesundheitsschädigenden Ozons in der Schweizer Luft. Die Belastung überschritt heute Nachmittag an 13 der 16 Messstellen des Bundes den Grenzwert von 120 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft.

Die weitaus stärkste Belastung wurde bis um 16.00 Uhr auf dem Jura-Ausläufer Lägeren im Zürcher Unterland mit einem maximalen Stundenmittel von 184 Mikrogramm gemessen, wie der Homepage des Bundesamts für Umwelt (BAFU) zu entnehmen ist. An zweiter Stelle folgten die vorstädtische Station in Basel-Binningen sowie das ländliche Tänikon im Thurgau mit je 175 Mikrogramm.

Zu stark ozonhaltig war die Luft weiter auf der Rigi-Seebodenalp und in Lugano mit je 167 Mikrogramm. Lugano übertraf den Grenzwert somit am neunten aufeinander folgenden Tag. Belastungen von 126 bis 162 Mikrogramm verzeichneten der Chaumont sowie Dübendorf, Payerne, Zürich, Magadino-Cadenazzo, Sitten, Bern und Lausanne.

Seit dem 19. Juli überschritten Lugano und Magadino-Cadenazzo den Grenzwert am häufigsten, nämlich 26 beziehungsweise 23 Mal. Gemäss Luftreinhalteverordnung des Bundes dürfte der Grenzwert von 120 Mikrogramm nur einmal pro Jahr überschritten werden.

Reduktion der Atemleistung

Das schädliche bodennahe Ozon bildet sich an Tagen mit viel Sonne und wenig Wind. Es entsteht, wenn Stickoxide, die vorab aus dem Verkehr stammen, mit flüchtigen organischen Verbindungen reagieren. «Gewisse Leute spüren schon bei 120 Mikrogramm pro Kubikmeter eine Reduktion der Atemleistung», sagte Richard Ballaman von der Sektion Luftqualität des BAFU auf Anfrage. Für die Mehrheit der Menschen seien die Grenzwertüberschreitungen aber keine direkte Gefahr. (dapd)

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