Klimaforschung: Ozonloch macht Sommer in den Tropen feuchter
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KlimaforschungOzonloch macht Sommer in den Tropen feuchter

Das Ozonlocht in der Antarktis beeinflusst das Wetter in den südlichen Tropen. Seit einigen Jahrzehnten steigt dort die Regenmenge deutlich an.

Ein von der NASA zur Verfuegung gestelltes Bild der Ozonüberwachungsinstrumente an Bord des Satelitten Aura zeigt die Ausdehnung des Ozonlochs über der Antarktis (Bild vom 24. September 2006).

Ein von der NASA zur Verfuegung gestelltes Bild der Ozonüberwachungsinstrumente an Bord des Satelitten Aura zeigt die Ausdehnung des Ozonlochs über der Antarktis (Bild vom 24. September 2006).

Das Ozonloch über der frostigen Antarktis beeinflusst das Wetter in den südlichen Tropen. Dies berichten Forscher im Fachjournal «Science». Durch den Abbau der Ozonschicht würden zahlreiche klimarelevante Prozesse verändert, was zu vermehrten Regenfällen in den Subtropen führe.

In den Subtropen werden seit einigen Jahrzehnten grössere Regenmengen im Sommer gemessen. Sarah Kang von der Columbia University in New York und ihre Mitarbeiter zeigten nun, dass es einen Zusammenhang gibt zwischen dem zunehmenden Regen und dem Ozonloch.

Einfluss auf die Tropenregion

Die Forscher erstellten vier unterschiedliche Klimamodelle. Anhand dieser Modelle kommen sie zum Schluss, dass das Ozonloch nicht nur auf das Wettergeschehen in der Polarregion einwirkt, sondern einen Einfluss hat bis in die Tropenregion.

Das Ozonloch bewirkt eine Verschiebung der verschiedenen Schichten in der Erdatmosphäre: Die untere Stratosphäre wird abgekühlt, wodurch sich die Grenzschicht zwischen Troposphäre (0 bis 15 Kilometer Höhe) und Stratosphäre (15 bis 50 Kilometer Höhe) nach oben verschiebt.

Dadurch verlagern sich westlichen Starkwinde ausserhalb der Tropen polwärts. All dies führt in den subtropischen Sommern zur Zunahme der Regenfälle, unter anderem über dem südwestindischen Ozean und dem östlichen Australien.

Das Ozonloch zeigte sich erstmals in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts über dem Südpol. Es wurde hervorgerufen durch die extreme industrielle und kommerzielle Nutzung von Fluorchlorkohlenwasserstoffen, die in die Atmosphäre gelangten und dort den Abbau der Ozonschicht verursachten. (sda)

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