Rassismus-Eklat: P. Diddy bietet dem H&M-Buben Millionen-Deal an
Aktualisiert

Rassismus-EklatP. Diddy bietet dem H&M-Buben Millionen-Deal an

Die H&M-Kampagne um den schwarzen Buben im «Affen»-Pullover empörte. Jetzt winkt dem Kindermodel ein lukratives Angebot.

von
kko
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US-Rapper P. Diddy will mit dem schwarzen Buben aus der umstrittenen H&M-Werbung zusammenarbeiten.

US-Rapper P. Diddy will mit dem schwarzen Buben aus der umstrittenen H&M-Werbung zusammenarbeiten.

Evan Agostini
Auf seinem Instagram-Account forderte der Rapper, mit bürgerlichem Namen Sean Combs, Respekt und postete ein Bild des Jungen mit veränderter Schrift auf dem Pullover.

Auf seinem Instagram-Account forderte der Rapper, mit bürgerlichem Namen Sean Combs, Respekt und postete ein Bild des Jungen mit veränderter Schrift auf dem Pullover.

Instagram/diddy
Auslöser des Rassismus-Eklats: Der Online-Store von H&M in Grossbritannien wirbt mit Kindermodels für Mode, und zwar mit diesem Jungen für den «coolsten Affen im Dschungel». Ein ...

Auslöser des Rassismus-Eklats: Der Online-Store von H&M in Grossbritannien wirbt mit Kindermodels für Mode, und zwar mit diesem Jungen für den «coolsten Affen im Dschungel». Ein ...

H&M

«Coolster Affe im Dschungel» stand auf dem Pullover des schwarzen Buben, den der schwedische Modegigant H&M für seine Kinder-Kampagne wählte. Es folgte ein Shitstorm wegen Rassismus, woraufhin das Label die Werbung von seiner britischen Website entfernte und sich entschuldigte. Sänger The Weeknd, das Werbegesicht von H&M, beendete sofort seine Zusammenarbeit mit der Marke.

Nun bekommt das Kindermodel ein Angebot von prominenter Seite, wie das Portal Hiphopoverload.com berichtet. Demnach hat US-Rapper und Unternehmer Sean Combs alias P. Diddy dem Jungen einen Werbevertrag von über einer Million Dollar vorgeschlagen. Combs besitzt eine eigene Modemarke.

Krone und Respekt

Dass er ein grosser Fan des Kleinen ist, hat er auf seinem Instagram-Account öffentlich gemacht, wo er ein Gemälde des Buben postete. Es zeigt ihn mit Krone, und auf seinem grünen Pullover steht neu «Coolster König der Welt». In dem Post forderte Combs ausserdem Respekt ein.

Ob der Bub von dem Millionen-Angebot überhaupt schon weiss oder ob er beziehungsweise seine Eltern es angenommen haben, ist nicht bekannt.

In den vergangenen Jahren hatten Konzerne mehrfach Werbeskandale ausgelöst: 2014 musste das Modelabel Zara einen gestreiften Schlafanzug mit gelbem Stern zurückziehen, der an die Kleidung jüdischer Häftlinge in NS-Konzentrationslagern erinnerte. Im vergangenen Oktober sah sich die Pflegeprodukte-Marke Dove zu einer Entschuldigung veranlasst, nachdem in einer Werbung ein farbiges Model nach dem Wechsel seines Tops in ein weisses mutiert war. (kko/sda)

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