17.03.2020 03:45

«Es ist schon wieder passiert»

Paar beim Nachtessen mit Laserpointer geblendet

In Basel kam es wieder zu einer Laser-Attacke. Die Polizei konnte die Tatwaffe in einer Wohnung in der Nachbarschaft sicherstellen.

von
mhu
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Erneut ist es in Basel zu einer Laser-Attacke gekommen, schreibt iCop Raphael Schneider auf Facebook. Dabei wurden zwei Personen geblendet. Sie mussten zu Abklärungen ins Augenspital gebracht werden. Die mutmasslichen Täter konnten eruriert werden, dabei handelt es sich um zwei Jugendliche. Auch die Laserpointer konnten sichergestellt werden.

Erneut ist es in Basel zu einer Laser-Attacke gekommen, schreibt iCop Raphael Schneider auf Facebook. Dabei wurden zwei Personen geblendet. Sie mussten zu Abklärungen ins Augenspital gebracht werden. Die mutmasslichen Täter konnten eruriert werden, dabei handelt es sich um zwei Jugendliche. Auch die Laserpointer konnten sichergestellt werden.

Kapo BS
Die Basler Berufsfeuerwehr wurde in der Nacht auf Sonntag, am 1. März, an der Grenze zu Allschwil durch eine Laser-Attacke gestört. Ein Feuerwehrmann musste danach ins Augenspital.

Die Basler Berufsfeuerwehr wurde in der Nacht auf Sonntag, am 1. März, an der Grenze zu Allschwil durch eine Laser-Attacke gestört. Ein Feuerwehrmann musste danach ins Augenspital.

Kapo BS
Die Kantonspolizei Basel-Stadt konnte mit Unterstützung der Baselbieter Polizei kurze Zeit später die Tatwaffe sicherstellen.

Die Kantonspolizei Basel-Stadt konnte mit Unterstützung der Baselbieter Polizei kurze Zeit später die Tatwaffe sicherstellen.

Kapo BS

«Unglaublich! Es ist schon wieder passiert!», schreibt Raphael Schneider, der iCop der Basler Kantonspolizei auf Facebook. Schon zum zweiten Mal seit Anfang März kam es in Basel zu einer Laserpointer-Attacke. Geblendet wurde ein Paar am Freitagabend zu Hause beim Nachtessen.

«Zum Glück» hätten die beiden betroffenen Personen aber die Strahlenquelle erurieren und den Mitarbeitenden der Einsatzzentrale die Wohnung bezeichnen können, schreibt der Social-Media-Polizist in seinem Bericht. Die Mannschaft des Alarmpiketts 03 habe an besagtem Abend in der entsprechenden Wohnung zwei verdächtige Jugendliche ausfindig machen und die Laserpointer sicherstellen können, schreibt Schneider.

«Laserpointer sind gefährlich und kein Spielzeug»

Die beiden Personen, die vom Laserstrahl geblendet wurden, haben sich zu medizinischen Abklärungen ins Augenspital begeben. Das Ausmass der Verletzungen ist dem Polizisten noch nicht bekannt. Jedoch hofft er, dass es zu keinen bleibenden Schäden gekommen sei. Denn: «Auch in solch einer vergleichsweise eher kleineren Grösse sind Laserpointer kein Spielzeug!»

Das bestätigt auch Toprak Yerguz, Mediensprecher der Kantonspolizei Basel-Stadt auf Anfrage: «Der Grund warum Raphael Schneider diesen Fall auf Facebook thematisiert, ist aus präventativen Gründen, es ist ganz klar, dass Laserpointer gefährlich sind. Sie sind verboten.»

Die Jugendanwaltschaft würde sich nun um die beiden mutmasslichen Täter kümmern, so Yerguz. Mehr könne er nicht zur Situation sagen.

Feuerwehr im Einsatz geblendet

Bereits Anfang März ist es zu einer Laser-Attacke in Basel gekommen – und dies währendem die Berufsfeuerwehr in der Nacht an der Grenze zu Allschwil BL ein Dach sichern musste. Die Feuerwehrleute wurden dabei unvermittelt durch einen Laserstrahl an ihrer Arbeit gehindert. Die Basler Kantonspolizei konnte damals die Strahlenquelle erurieren, musste aber die Kollegen aus dem Land aufbieten, da sich der Täter auf der anderen Seite der Kantonsgrenze befand.

Gegen den 51-jährigen Mann, bei dem der Laserpointer sichergestellt werden konnte, hat die Staatsanwaltschaft ein Verfahren wegen Widerhandlung gegen das Bundesgesetz über den Schutz vor Gefährdungen durch nichtionisierende Strahlung und Schall (NISSG) eröffnet.

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