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Montreux VDPaar geht an Festival und lässt zwei Huskys im Auto – einer stirbt im Kofferraum

Ein französisches Pärchen hatte seine beiden Huskys in seinem Wagen in einer Garage gelassen und besuchte ein Festival. Dank einer Meldung an die Polizei konnte diese wenigstens ein Tier vor dem Hitzetod retten. 

von
Philippe Coradi
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Ein Paar liess seine zwei Hunde im Auto in einer Tiefgarage. 

Ein Paar liess seine zwei Hunde im Auto in einer Tiefgarage. 

LAB
Die Polizei konnte einen der Hunde retten, der zweite verendete im Kofferraum. 

Die Polizei konnte einen der Hunde retten, der zweite verendete im Kofferraum. 

FREI

Darum gehts 

  • Ein Pärchen hat zwei Huskys in einem Auto in einer Tiefgarage sich selbst überlassen. 

  • Dies, weil sie ans Jazz Festival in Montreux wollten. 

  • Sie wollten die Tiere nicht mit in die Menschenmassen nehmen. 

Am Samstag, den 16. Juli 2022, gegen 1.15 Uhr, meldete ein Zeuge der Waadtländer Polizeizentrale, dass ein Hund schlecht aussah und in einem Auto in einer Tiefgarage in Montreux eingesperrt war. Vor Ort entdeckte die Patrouille der Police Riviera (ASR) eine Husky-Hündin in stark dehydriertem Zustand. Da sie nicht in der Lage waren, mit dem Halter des Wagens Kontakt aufzunehmen, schlugen die Polizisten eine Scheibe ein, um das Tier zu retten. Dabei entdeckten sie einen weiteren Hund, ebenfalls ein Husky, leblos im Kofferraum.

Überlebender Hund in Reha gebracht

Die überlebende Hündin wurde im SVPA-Zentrum und Tierheim von Sainte-Catherine beschlagnahmt. Dies auf Anordnung der Generaldirektion für Landwirtschaft, Weinbau und Veterinärwesen (DGAV). Die Eigentümer der Tiere, ein französischer Mann und eine französische Frau, die in Frankreich wohnhaft sind, wurden angehört.

Dachten, in Tiefgarage könne es nicht zu heiss werden

Ein Paar aus Frankreich, im Alter von 25 bzw. 26 Jahren, erklärte, dass sie ihre Hündinnen an einem Ort zurückgelassen hatten, weil an dem Ort, wo sie hingegangen waren, keine Hunde erlaubt sind. Sie waren der Meinung, die Hunde wären in der Garage vor der Hitze geschützt. Auch hatten sie die Vierbeiner im Auto gelassen, um zu vermeiden, dass sie sie in der Menschenmenge des Montreux Jazz Festivals mit sich nehmen mussten.

Die Staatsanwaltschaft leitete ein Strafverfahren ein, wobei die diensthabende Staatsanwältin die Ermittlungen an die Gendarmen der Hundebrigade der Kantonspolizei übertrug.

Polizei ruft zu Verantwortung auf

Die Waadtländer Polizei erinnert an die Präventionsregeln, die auch für Haustiere gelten. Es ist gefährlich für Haustiere, sie allein und unbeaufsichtigt in einem Fahrzeug zurückzulassen, insbesondere in diesen heissen Sommermonaten. Haustiere müssen immer die Möglichkeit haben, ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen und genug Frischluft zu bekommen.

Was würdest du tun, wenn du ein Tier in einem Auto wegen der Hitze leiden siehst?

Du weisst von einem Tier in Not?

Hier findest du Hilfe:

Feuerwehr, Tel. 118 (Tierrettung)

Polizei, Tel. 117 (bei Wildtieren)

Tierrettungsdienst, Tel. 044 211 22 22 (bei Notfällen)

Schweizerische Tiermeldezentrale, wenn ein Tier entlaufen/zugelaufen ist

Stiftung für das Tier im Recht, für rechtliche Fragen

GTRD, Grosstier-Rettungsdienst, Tel.  079 700 70 70 (Notruf)

Schweizerische Vogelwarte Sempach, für Fragen zu Wildvögeln, Tel. 041 462 97 00


Tierquälerei:

Meldung beim kantonalen Veterinäramt oder beim Schweizer Tierschutz (anonym möglich)

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